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Fußball Vor allem die Leistung des Mannheimer Drittligisten stimmte beim 1:2 in Karlsruhe

SV Waldhof gleicht noch einer Baustelle

Archivartikel

Mannheim.In knapp einer Woche wird es ernst. Das DFB-Pokal-Duell in der ersten Runde gegen den SC Freiburg (Sonntag, 18.30 Uhr) markiert für Fußball-Drittligist SV Waldhof den Saisonstart. Und auch wenn es bei der 1:2 (0:2)-Niederlage in der Generalprobe beim Karlsruher SC sportlich positive Ansätze zu notieren gab, gleicht der Mannheimer Traditionsverein Anfang September 2020 einem Rohbau, an dem noch viel gearbeitet werden muss, bis man entspannt einziehen kann.

Geschäftsführer Markus Kompp hat es bisher nicht geschafft, einen neuen Hauptsponsor zur Unterschrift zu bewegen, die Corona-Krise macht die Angelegenheit kompliziert. Neue Trikots gibt es auch keine, ein Nachfolger von Domenico Marinese als Pressesprecher fehlt. Zu allem Überfluss kämpft der SVW nun auch noch mit einem Pilzbefall des Rasens im Carl-Benz-Stadion, wo Experten dabei sind, das vor einem Jahr frisch verlegte Geläuf für eine intensive Saison zu sanieren.

Im Kerngeschäft Fußball werden die Mannheimer nicht umhinkommen, ihre letzten wichtigen Umbauarbeiten während des laufenden Spielbetriebs umzusetzen. Der Kader bleibt zu dünn besetzt. Bisher steht mit Dominik Martinovic nur ein Angreifer im Aufgebot. Zieht man die eigentlich für die zweite Mannschaft vorgesehenen Shala und Kouaido ab, saßen beim Härtetest in Karlsruhe nur vier Feldspieler auf der Ersatzbank.

Die, die schon jetzt da sind, schlugen sich beim KSC nach anfänglichen Problemen sehr ordentlich. In der ersten Halbzeit machte der Zweitligist enorm viel Druck, der SVW hatte große Probleme im Anlaufverhalten und lag durch Tore von Hofmann (4.) und Kobald (18.) schnell 0:2 zurück. Doch in der Pause nahm SVW-Coach Patrick Glöckner einige Korrekturen vor, wechselte mit den Rückkehrern Jan-Hendrik Marx und Max Christiansen frische Qualität ein – und von da an wurde es erheblich besser. „Die Jungs haben eine gute Einstellung und Moral an den Tag gelegt. Es war wichtig, nach dem 0:2 so zurückzukommen, auch wenn der mögliche Ausgleich nicht mehr gefallen ist“, so der Trainer. Arianit Ferati traf auf Vorlage von Martinovic zum 1:2 (68.). alex

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