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Fußball Durchhalteparolen bei Darmstadt 98 nach Negativserie

Tolle Moral, aber erfolglos

Archivartikel

Darmstadt.Mit einer Heimniederlage gegen den Hamburger SV hat Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 seine Talfahrt fortgesetzt. Das Team von Trainer Dirk Schuster unterlag am Freitagabend dem Bundesliga-Absteiger mit 1:2 (0:2). Die Tore vor 17 400 Zuschauern am Böllenfalltor erzielten Aaron Hunt (13. Minute) und Lewis Holtby (45.) für die Gäste. Serdar Dursun (89.) machte es noch einmal spannend. Die Lilien haben damit ihr viertes Spiel hintereinander verloren und sind seit fünf Partien ohne Sieg.

„Nicht die bessere, sondern die effizientere Mannschaft hat am Ende gewonnen“, bilanzierte Schuster und haderte mit zahlreichen ausgelassenen Chancen im zweiten Durchgang. Aber er halte nichts von „Hätte-Wenn-Aber-Szenarien“. Seine Mannschaft habe bis zur letzten Minute nicht aufgegeben. Für die anstehende Liga-Länderspielpause gebe es nun allerdings viel aufzuarbeiten.

Taktisches Fehlverhalten

Im Vergleich zum 2:4 in Kiel hatte Schuster zwei Änderungen vorgenommen. Für Johannes Wurtz (Bank) und Slobodan Medojevic (Muskelprobleme) begannen Yannick Stark und Wilson Kamavuaka im Mittelfeld - und genau die waren am ersten Gegentreffer maßgeblich beteiligt. Schuster sprach von „taktischem Fehlverhalten“.

Hamburgs Kapitän Hunt kam völlig frei in der Zone von Stark und Kamavuaka an den Ball, marschierte noch einige Meter unbehelligt und traf mit einem Flachschuss kurz vor der Strafraumgrenze. Es war der erste Treffer der Hamburger nach zuvor drei torlosen Partien.

Anschlusstor fällt zu spät

Darmstadt benötigte gut 20 Minuten, um ins Spiel zu kommen, hatte durch den gebürtigen Hamburger Dursun (25. und 34.) zwei gute Chancen. Doch kurz vor der Pause gelang Holtby nach starker Vorarbeit des für Ito eingewechselten Khaled Narey das 2:0.

Im zweiten Durchgang erhöhten die Gastgeber den Druck, hatten unter anderem durch Tobias Kempe (63.) eine Riesenchance zum Anschlusstreffer. Dursuns Tor kam trotz fünf Minuten Nachspielzeit zu spät. „Wir haben eine gute Moral in der zweiten Halbzeit bewiesen“, sagte Flügelspieler Marcel Heller. „Davon können wir uns nichts kaufen. Aber darauf müssen wir jetzt aufbauen.“ lhe

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