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Waldhof-Profi im Risikogebiet

Archivartikel

Mannheim.Ein Wohnsitz im mittlerweile zum Risikogebiet erklärten Elsass, vor gut einer Woche ein negativer Test auf den Corona-Virus – auch Dorian Diring kam mit der weltweiten Pandemie mehr in Kontakt, als ihm lieb war. Inzwischen hat sich der französische Mittelfeldspieler des Fußball-Drittligisten SV Waldhof Mannheim mit seiner Lebensgefährtin in der gemeinsamen Wohnung in Straßburg eingerichtet und muss – wie viele andere – einfach abwarten, wie es weitergeht.

„Die Stadt ist so gut wie tot. Auch wir gehen nicht groß raus“, berichtet Diring von der Atmosphäre rund um das Münster. „So langsam haben es die Leute offenbar verstanden“, sagt der 27-Jährige.

Seit Anfang der Woche ist der ursprünglich aus Mulhouse stammende Diring (Bild: Imago) zurück in der Heimat und hat dort für die nächsten zwei Wochen geplant. „Die Grenzen sind ja ohnehin erstmal zu“, sagt er. Wie alle anderen Waldhof-Profis hat auch er mit Blick auf den vorerst eingestellten Trainingsbetrieb seine „Hausaufgaben“ mitbekommen. Da sich der Mittelfeldspieler nach seiner Knie-Operation unmittelbar vor Weihnachten noch in der Reha befindet, geht es dabei eher um kleinere Laufeinheiten und kräftigende Übungen. „Das kann ich hier alles alleine machen“, berichtet der Franzose von seinem Alltag.

Den Aufstieg mitnehmen

Der SV Waldhof hat, wie viele andere Clubs auch, den Trainingsbetrieb eingestellt, die Spieler des Tabellenzweiten arbeiten individuell an ihrer Fitness. Wie lange dieser Zustand so bleibt, ist offen. „Ich glaube nicht, dass sich die Situation in nächster Zeit großartig ändert“, meint Diring. In Frankreich wird der Höhepunkt der Infektionswelle in den nächsten Wochen erwartet. Da Deutschland im Vergleich zu Frankreich etwas später mit restriktiven Maßnahmen reagiert habe, rechnet der Mittelfeldmann im Land seines Arbeitgebers SV Waldhof mit Blick auf die Ansteckungsrate noch mit einer deutlichen Zunahme der Fallzahlen.

Dass sein Team als derzeitiger Zweiter auf einem Aufstiegsplatz von einem Saisonabbruch profitieren könnte, ist Diring natürlich bewusst. „Das wäre ganz gut für uns und das würden wir sicher annehmen“, meint der Elsässer. „Aber am Ende will man es natürlich auf dem Platz entscheiden“, sagt Diring.

Doch auch das sind Gedankenspiele, mit denen er sich nur am Rande beschäftigt. Im Mittelpunkt steht, nach dem Knorpelschaden aus dem Spiel gegen Braunschweig im Dezember wieder fit zu werden. Auf den ursprünglichen Plan, zwei Monate nach der OP wieder ins Training einzusteigen, wurde inzwischen ein weiterer Monat draufgepackt. „Das war einfach zu hart“, sagt Diring, bleibt aber zuversichtlich. th

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