Lokalsport Bergstraße

Sportlerwahl SSG-Schwimmerin wurde zweimal in Folge Bensheims „Junior-Sportlerin des Jahres“ / Nach dem Karriere-Ende als Trainerin tätig

Wasser ist Anna Lena Müllers wichtigstes Element

Archivartikel

Bensheim.Die Jahre 2011 und 2012 waren für Anna Lena Müller die erfolgreichsten in ihrer Sportkarriere. Die Schwimmerin der SSG Bensheim sammelte in dieser Zeit unzählige Titel auf Bezirks- und Landesebene und zeigte auch bei ihren Starts auf Bundesebene überzeugende Leistungen. Die absoluten Höhepunkte in dieser Zeit waren die Teilnahme an den Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften, bei denen sie auf Grund der sportlich besseren Perspektiven ab 2012 für die Bundesligamannschaft des SV Nikar Heidelberg an den Start ging.

Schon immer waren es die längeren Strecken, auf denen „Anni“ Müller erfolgreich war. So gewann sie 2012 bei den Südwestdeutschen Meisterschaften den Jahrgangstitel über 200 Meter Delphin und qualifizierte sich über die gleiche Strecke bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften fürs Finale, in dem sie den achten Platz belegte. „Das waren in jedem Fall die Highlights in meiner Schwimmerkarriere“, denkt sie gerne an diese sportlich intensive aber auch gleichzeitig sehr erfolgreiche Zeit zurück.

Diese Erfolge sorgten schließlich dafür, dass die inzwischen 25-jährige Erzieherin in den Jahren 2011 und 2012 gleich zweimal hintereinander zu Bensheims „Junior-Sportlerin des Jahres“ gewählt wurde.

Das Abitur hat Priorität

Schwimmen und das Wasser bestimmten damals neben der Schule das Leben der Sportlerin und so war es selbstverständlich, dass sie zu dieser Zeit fast an jedem Tag der Woche im Schwimmbecken anzutreffen war. „Schwimmen hat von Kindesbeinen an einen ganz wichtigen Platz bei mir eingenommen und da war das tägliche Training einfach normal“, blickt die Titelsammlerin noch einmal auf ihre Jugendjahre zurück.

Vielleicht wären für sie sogar noch weitere Erfolge im Schwimmsport möglich gewesen. Immerhin hatte sich Anna Lena Müller bereits im Jahr 2010 am Helmholtz-Gymnasium in Heidelberg um einen Internatsplatz beworben, was letztlich aber nicht zustande kommen sollte. „Wenn das geklappt hätte, dann wäre wohl auf Bundesebene noch mehr möglich gewesen, doch man muss halt irgendwann Prioritäten setzen. Das führte dann dazu, dass ich im Jahr 2013 vor dem Abitur mit dem Leistungsschwimmen aufgehört und mich komplett auf die Schule konzentriert habe. Rückblickend die richtige Entscheidung, denn vom Schwimmen allein kann man nicht leben“, entschloss sie sich für den Schulabschluss und die anschließende Ausbildung zur Erzieherin.

Mit dem Ende ihrer aktiven Schwimmerkarriere endete aber nicht die Liebe zum Wasser. So geht Anna Lena Müller, die inzwischen in Bürstadt lebt, auch heute noch gerne schwimmen und möchte ihre Erfahrungen als Trainerin in der SSG-Schwimmabteilung weitergeben. Seit drei Jahren steht sie (bis zur „Corona-Pause“) zweimal in der Woche am Beckenrand und betreut zum einen die Leistungsgruppe der jugendlichen Wettkampfschwimmer, zum anderen coacht sie die den Kraulkurs der Erwachsenen, bei denen eher der Freizeitaspekt und nicht das Wettkampfschwimmen im Mittelpunkt steht.

Und wenn es die Zeit zulässt, dann zieht sie auch immer wieder selbst ihre Bahnen im Bensheimer Hallen- und Freibad. „Das Wasser hat mich nie losgelassen und ist bis heute ein ganz wichtiges Element in meinem Leben geblieben“, kann sich Anna Lena Müller auch heute ein Leben ohne Schwimmen nicht vorstellen. Daran ändert auch die aktuelle Corona-Situation nichts und natürlich wünscht sie sich sehnlichst, dass die Schwimmbäder wieder öffnen dürfen, wenn es das Pandemiegeschehen zulässt. Ob das in absehbarer Zeit der Fall sein wird, daran hegt Anna Lene Müller Zweifel. Sie hofft aber, dass zumindest die Freibadsaison wieder unter halbwegs normalen Bedingungen ablaufen kann. net

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel