Lokalsport Bergstraße

Fußball Am Sonntag Hessenderby der 2. Bundesliga

Wehen-Wiesbaden kämpft bei Lilien um letzte Chance

Archivartikel

Darmstadt.Bei einer Niederlage im Hessenderby am Sonntag (15.30 Uhr) beim SV Darmstadt 98 droht dem SV Wehen Wiesbaden der vorzeitige Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga. Das will der SVWW unbedingt verhindern und sich die Chance offen halten, mindestens noch den Relegationsplatz zu erreichen. „Für uns zählt nur ein Sieg. Den wollen wir holen. Mit uns rechnet niemand mehr außer wir selbst. Wir werden alles versuchen, zu überraschen und zurückzuschlagen“, sagte Trainer Rüdiger Rehm gestern.

Die herbe 0:6-Niederlage unter der Woche gegen den 1. FC Nürnberg hat den Aufsteiger schwer getroffen, aber nicht ins Wanken gebracht. Das meint zumindest Rehm: „Wir haben es geschafft, diese Sache aus den Köpfen zu bringen. Wir müssen nach vorne blicken, nicht zurück.“

Zum Glück für das Team aus der Landeshauptstadt konnte der direkte Konkurrent um den Relegationsplatz auch nicht punkten. Mit nur zwei Zählern Vorsprung liegt der Karlsruher SC bei zwei noch ausstehenden Spielen in Schlagdistanz. „Der KSC hat uns nochmal eine Chance gegeben. Wir haben schon viele Punkte aufgeholt. Jetzt gilt es, auch noch die zwei gutzumachen. Dafür werden wir alles tun“, sagte Rehm.

Dabei setzt der 41-Jährige auf den nach einer Sperre zurückkehrenden Paterson Chato im defensiven Mittelfeld. Den 23 Jahre alten Kongolesen hatte er schmerzhaft gegen Nürnberg vermisst. Für den Gelb-gesperrten Daniel-Kofi Kyereh könnte Maximilian Dittgen mal wieder eine Chance in der Startelf erhalten.

An eine mögliche Relegation im Juli und die personellen Folgen, beispielsweise ob Leihspieler dann noch für den SVWW spielberechtigt sind, verschwendet Rehm aktuell keine Zeit: „Wenn wir am Sonntag nicht gewinnen, brauchen wir über alles andere nicht zu reden.“

Sieg für Fans und Heimserie

„Wenn man so viele Möglichkeiten kreiert, muss man eben einfach ein Tor machen“, haderte Darmstadts Trainer Dimitrios Grammozis nach der 0:1-Niederlage am Donnerstagabend bei Arminia Bielefeld, die damit ihr Meisterstück machte. „Leider waren wir vor dem Tor nicht zielstrebig genug. Die Effektivität hat uns gefehlt“, so der Lilien-Coach weiter. Seine Jungs waren definitiv nicht die schlechtere Mannschaft, Bielefeld war aber einfach effektiver und nutzte eine entscheidende Standardsituation zum Tor des Tages. Was bleibt, ist eine positive Leistung. „Wir haben uns wirklich teuer verkauft. Das macht Mut für die kommenden Aufgaben“, verdeutlichte Serdar Dursun, der zusammen mit Marcel Heller den Angriff bildete.

Das Match gegen Wehen-Wiesbaden ist das letzte Heimspiel in dieser Saison. „Wir wollen für alle Fans, die vorm Fernseher sitzen und unsere Spiele verfolgen, eine gute Leistung zeigen und gewinnen“, sagt Torhüter Marcel Schuhen. In diesem Kalenderjahr hat Darmstadt noch kein Heimspiel verloren. Das soll auch am Sonntag so bleiben. dpa

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel