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Fußball Bester Eintracht-Rückrundenstart seit 50 Jahren

Zaubertrank hätte Rode auch gerne

Frankfurt.Seit 50 Jahren ist Eintracht Frankfurt nicht mehr so erfolgreich in eine Rückserie der Fußball-Bundesliga gestartet. Mit dem 5:0 (1:0) gegen den FC Augsburg erhöhten die Hessen ihr Punktekonto im neuen Jahr um zehn Zähler. Dazu beigetragen hat Timothy Chandler, der zwei Tore schoss. „Ich muss mich zwicken, ob das alles wahr ist. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, meinte der Flügelspieler mit einer Mischung aus Verblüffung und Freude nach dem ersten Doppelpack seiner Karriere. Er war damit Wegbereiter des Kantersieges gewesen.

Seinen Mitspielern wird Chandler langsam unheimlich. „Da muss man fragen, welchen Zaubertrank er getrunken hat“, rätselte Teamkollege Sebastian Rode. „Den hätte ich auch gerne.“ Denn immerhin waren es für den in Frankfurt geborenen Deutsch-Amerikaner bereits die Treffer drei und vier der Rückrunde. „Ich bin es eigentlich gewohnt, nur zwei Tore pro Saison zu schießen“, meinte der 29-Jährige.

Dass der Spieler mit der ewig guten Laune, dem Trainer Adi Hütter im Zuge der Umstellung von der Dreier- auf die Viererkette eine offensivere Rolle auf der rechten Außenbahn zuerkannt hat, nun Dortmunds-Stürmer Torjäger Erling Haaland oder Bayern-Angreifer Robert Lewandowski Konkurrenz machen wird, glaubt er nicht. „Zum Stürmer zu werden, ist schon ein langer Weg. Es läuft einfach gut.“

SV Darmstadt 98: Mit dem ersten Sieg seit Ende November haben sich die Lilien vorerst aus der Abstiegszone der 2. Bundesliga abgesetzt. Nach zuletzt fünf Unentschieden in Serie kamen sie zu einem 3:2 (3:1) beim Tabellenletzten Dynamo Dresden. „Der Sieg war verdient“, befand Trainer Dimitrios Grammozis. „Jetzt fahren wir mit einem guten Gefühl nach Darmstadt zurück.“ Torjäger Serdar Dursun baute mit seinem zehnten Saisontreffer noch vor der Pause die Führung des SV 98 vorentscheidend auf 3:1 aus. „Für ihn freut es mich ungemein. Solch ein Torjäger tut uns gut“, lobte Grammozis.

SV Wehen Wiesbaden: Nach drei ungeschlagenen Partien in 2020 verlor der Aufsteiger das Kellerduell gegen den VfL Bochum mit 0:1 (0:1) und rutschte auf den Relegationsplatz ab. Der Einsatz stimmte einmal mehr bei den Wiesbadenern. Doch wer so schlampig mit seinen Torchancen umgeht, darf sich über eine erneute Heimniederlage - die sechste der Saison - nicht wundern. lhe

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