Lorsch

Comedy Das Lorscher Theater Sapperlot bietet von Mai bis Februar 85 Kultur-Veranstaltungen an

Bei Mirjas Mädelsabend haben auch die Männer Spaß

Archivartikel

Lorsch.Mit Stolz präsentierte Hans-Peter Frohnmaier vom Lorscher Theater Sapperlot den neuen Spielplan, der für den Zeitraum Mai 2019 bis Februar 2020 insgesamt 85 Veranstaltungen auflistet. Kultur pur! Besonders Liebhaber des Kabaretts oder auch Comedy-Fans werden in der alten Tabakscheune der ehemaligen Klosterstadt wieder auf ihre Kosten kommen. Das mit viel Liebe zum Detail sanierte Fachwerkanwesen mit dem schönen Innenhof ist ein Ort des Genießens.

Besondere Aufmerksamkeit sollte der Reihe „Kultursalon“ gewidmet werden, zu den entsprechenden Veranstaltungen wird für den 28. Mai, 29. Oktober und 26. November dieses Jahres sowie für den 21. Januar 2020 eingeladen. An diesen Tagen lautet das Motto „offene Bühne“ für alle, die sich trauen, die Bretter, die die Welt bedeuten, zu erobern. Der Eintritt ist an diesen Abenden frei.

Ein weiterer Höhepunkt wird am 14. November der Auftritt von Maren Kroymann & Band sein. Die stimmgewaltige Sängerin kommt zu ihrem 60. Geburtstag mit Edelsteinen der Musik nach Lorsch und lässt es funkeln und glitzern.

Brillante Stimme

Auch Mirja Regensburg ließ es bei ihrem Auftritt unter dem Motto „Mädelsabend“ funkeln und glitzern. Als russische Diva beeindruckte sie die Gäste, unter denen sich erstaunlich viele Männer eingefunden hatten, mit ihrer brillanten Stimme, die bedauerlicherweise zu wenig zum Einsatz kam. Mirja Regensburg servierte – nach ihrer eigenen Auffassung – typische Frauenthemen: Steigender Körperfettanteil, nachlassende Muskelspannung, Langeweile beim Sex und Frustessen.

Was sind „Muffins-Jeans“

So erfuhr das Publikum beispielsweise, was „Muffins-Jeans“ sind. Die Künstlerin präsentierte ihre Lieblingshosen und scheute sich dabei nicht, den speckigen „Teig“, der sich oberhalb des Hosenbundes über denselben wölbt, unverhüllt und öffentlich zu präsentieren – „Muffins-Jeans“ eben. Mirja Regensburg forderte sogar einen Gast dazu auf, ihr den Nabel zu küssen...

Einig war sie sich mit dem Publikum, dass nicht jede Frau nahe der Menopause „wie Heidi Klum“ aussehen könne. Es gelang der Comedy-Frau exzellent, das Lorscher Publikum einzubinden: Gerne verrieten die Zuschauer ihre Geheimnisse und die Künstlerin formulierte daraus ihre spaßigen Gags und nahm sich dabei aber auch mit ihrer provinziellen Herkunft und angesichts ihrer schrägen Familienmitglieder selbst aufs Korn.

Auch die Berichte über ihre Berufsanfänge auf der Reeperbahn und als Musicalstar stießen auf großes Interesse. Und die mit Songtiteln aus bekannten Musicals versehenen Regensburg-Texte begeisterten ebenso. Ein ganz besonderer Beitrag entstand durch die Erinnerung eines Lorschers, der den Spruch „Hinnerm Hinkese Honkese Henkese Haus henke siwwe Hemme raus“ als Gedichtvorlage an die Künstlerin weitergab. Zusammen mit den Begriffen Welschbrot, Kochkäse, Sandhas, Kloster und tote Steine bastelte die Künstlerin dann kurzerhand ein individuelles Lorscher-Sapperlot-Gedicht. Ihre weiteren Themen rankten sich um Rasierwahn, Familienurlaub – und um Sachverhalte, von denen Frauen sich gerne nur untereinander berichten. Einen weiteren Höhepunkt gestaltete Mirja Regensburg in Form von Liedtexten, die sie in Google-Manier aus dem Englischen ins Deutsche übersetzte – die Zuhörer lachten sich schlapp.

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