Lorsch

Waldschwimmbad Lorsch will sich schnellstmöglich bewerben

Buhlen um Fördergelder

Archivartikel

Lorsch.Erstmals wird das Land Hessen ein Investitionsprogramm auflegen, das Kommunen auch Fördergelder zur Sanierung und Modernisierung von Freibädern in Aussicht stellt. "Eine Chance, die man nicht verstreichen lassen sollte", erklärte Alexander Löffelholz (CDU) mit Blick auf das Lorscher Waldschwimmbad. In der Stadtverordnetenversammlung beantragte er deshalb, dass der Magistrat bis Mitte 2018 ein Sanierungsprogramm mit Prioritätenliste erarbeiten soll, damit sich Lorsch um Fördergelder bemühen kann.

"Schwimmbad unverzichtbar"

Eine Bewerbung für das sogenannte "Swim"-Programm sei frühzeitig nötig, zeigte sich Löffelholz sicher, dass sich viele Kommunen um die Gelder buhlen werden: "Wir werden nicht die einzigen sein, die berücksichtigt werden wollen." Das Waldschwimmbad sei ein unverzichtbares Freizeitangebot und "ein Publikumsmagnet", sagte Löffelholz. Jedes Jahr investiere Lorsch große Summen in das Freibad. Ziel müsse es sein, das Schwimmbad langfristig zu erhalten und die nötigen Sanierungen über die kommenden Jahre fortzuführen.

Weil die Freizeitstätte ein Magnet bleiben soll, hätten sich einige Stadtverordnete gegen eine Deckelung der Kosten ausgesprochen, sagte Christian Walter (PWL). Dirk Sander (SPD) erinnerte daran, dass das Defizit auf 250 000 Euro begrenzt worden war. Als "eine Perle" bezeichnete auch Matthias Schimpf (Grüne) das Freibad. Bei der Kostendeckelung gehe es um den laufenden Betrieb, nicht um die Investitionen, machte er klar. Die Deckelung auf 250 000 Euro sei bereits aufgeweicht worden, so Löffelholz.

GGEW übernimmt Betriebsführung

Günter Jakob für die "Bürger für Lorsch" und Dirk Giesler für die FDP betonten gleichfalls, dass die Stadt für seine "wunderschöne Einrichtung" alle finanziellen Möglichkeiten ausschöpfen sollte. Der CDU-Antrag, sich um Fördergelder zu bewerben, wurde deshalb einstimmig befürwortet.

Einstimmig - ohne weitere Aussprache - stimmten die Stadtverordneten auch dem Abschluss eines Betriebsführungsvertrags mit der GGEW zu, die der Finanzausschuss empfohlen hatte. Der Vertrag soll ab Januar 2018 in Kraft treten und zunächst über zwei Jahre laufen. In Lorsch wird von der Neuregelung erhofft, dass sich die Verluste so etwas reduzieren lassen. Für die Besucher soll sich durch die Betriebsführung durch den Energiedienstleister wenig ändern. sch

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