Lorsch

Medizinische Versorgung Christdemokraten sehen Fortschritte

CDU will Entscheidung für Ärztehaus noch 2020

Archivartikel

Lorsch.„Enorme Fortschritte“ kann die CDU Lorsch laut einer Pressemitteilung beim Thema der ärztlichen Versorgung in Lorsch erkennen. „Mit der Übernahme der ersten Gemeinschaftspraxis durch ze:ro kommt die Lorscher Gesundheitslandschaft einen wichtigen Schritt voran“, äußern sich CDU-Vorsitzender Alexander Löffelholz und Fraktionschef Ferdinand Koob: „Hier gilt es anzusetzen und gleichermaßen die anderen Hausarztsitze in Lorsch zu sichern.“

Die CDU plädiert aus diesem Grunde dafür, bei ze:ro für die Übernahme weiterer Praxen in Lorsch zu werben und parallel auch direkt mit potenziellen Ärzten zu verhandeln. „Wir freuen uns, dass die EGL hier bereits Erfolge erzielt hat “, so Koob und Löffelholz, die sich mit Mitgliedern aus Vorstand und Fraktion der CDU bei EGL-Geschäftsführer Matthias Herbener über den Sachstand informiert haben.

Norie nimmt Arbeit auf

Nach Vorstellung der Lorscher Christdemokraten soll auch das „Netzwerk ortsnahe Versorgung im Ried“ (Norie) in Kooperation mit den Ried-Kommunen helfen. Es gehe darum, alle Akteure aus dem Gesundheitswesen zu vernetzen und Voraussetzungen zur Ansiedlung von Ärzten und anderen Gesundheitseinrichtungen zu schaffen.

„Wir verfügen in Lorsch und generell im Kreis Bergstraße über attraktive Gegebenheiten – diese wollen wir einsetzen, um die medizinische Versorgung in allen Facetten zu stärken“, so die CDU. Mit der baldigen Auftaktveranstaltung zu Norie nehme in Kürze die interkommunale Zusammenarbeit in diesem Bereich Gestalt an. Einen entscheidenden Baustein für die zukünftige Versorgung stellt laut Meinung der CDU auch die Ansiedlung eines Ärztehauses in Lorsch dar. „Wenn wir neue Ärzte anwerben wollen, dann müssen wir auch dafür sorgen, dass diese vor Ort moderne und attraktive Praxisräume vorfinden. Dies ist als Standortkriterium von größter Bedeutung“, so Alexander Löffelholz.

Die CDU will sich deswegen dafür einsetzen, dass im Laufe des Jahres 2020 eine politische Entscheidung für einen Standort getroffen wird, um daraufhin in konkrete Verhandlungen mit Investoren eintreten zu können. Neben Praxen soll ein solcher Komplex weiteren barrierefreien Wohnraum schaffen, der ebenso dringend gebraucht werde. „Die Kombination aus Arztpraxen und der Schaffung von modernem barrierefreiem Wohnraum kann ein Erfolgsmodell für Lorsch werden“, zeigt sich Koob überzeugt.

Ein praktikabler Standort könnte nach Auffassung der Christdemokraten das alte Feuerwehrgelände in der Schulstraße sein. Hier könnten sowohl Wohnflächen als auch Arztpraxen im Herzen der Stadt entstehen, wodurch eine gute Erreichbarkeit – auch fußläufig – für ganz Lorsch gewährleistet wäre. Wichtig sei dabei, dass die Verkehrssituation dies zulässt und auf einem potenziellen Gelände ausreichend Parkmöglichkeiten geschaffen werden, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden.

„Die Übernahme weiterer Praxen, die Schaffung eines Ärztehauses sowie die Netzwerkarbeit mit Norie sind Lösungswege, mit denen wir die Versorgung in Lorsch langfristig sicherstellen können“, heißt es in der Pressemitteilung der CDU. red

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