Lorsch

Vortrag Ernst-Ludwig Drayß berichtet über ein Land mit vielen Spannungsfeldern

Eine Insider-Reise durch Armenien

Lorsch.Seit dem Jahr 1994 reiste Ernst-Ludwig Drayß aus beruflichen Gründen mehrfach nach Armenien. Aus dieser Verbindung entstand unter anderem die Unesco-Partnerschaft zwischen dem Kloster Geghard und dem Kloster Lorsch. Zwischenzeitlich haben insbesondere armenische Musiker und Chöre mehrfach Zeugnis dieser uralten Zivilisation abgelegt - beispielsweise beim Welterbe-Tag 2011. Der armenische Komponist Robert Amirkhanyan schrieb die "Lorscher Hymne". Und der Chor des Partnerklosters Geghard ist mit Auftritten von den Salzburger Festspielen bis zur Elbphilharmonie weltberühmt geworden. Am Dienstag, 19. September, berichtet Drayß auf Einladung des Lorscher Partnerschaftsvereins in einem Vortrag über das Land. Der Titel lautet: "Der Himmel zwischen Ost und West".

Schnittstelle der Zivilisationen

Dahinter verbirgt sich ein "Insider"-Vortrag, der mit vielen Bilder durch Armenien führt. Armenien, so erklärt er, ist das älteste christliche Land. Die mittlere Region zwischen Ost und West bildete jahrtausendelang die Achse, um die sich der Erdball drehte - und bildet exakt die Schnittstelle der Zivilisationen. Aber dort findet sich Drayß zufolge auch die Wiege der Zivilisation. Drayß wird in seiner Bilderreise, die um 19 Uhr im Nibelungensaal des Alten Rathauses beginnt, vor allem das Spannungsfeld zwischen der alten Hochkultur und der tristen Realität eines Landes im südlichen Kaukasus aufzeigen, dessen Bevölkerung stolz ist auf seine Identität, seine eigene Sprache, Schrift, Kirche und den Berg Ararat, der "Mutter Berg" genannt wird, der das Zentrum ihrer Geschichte ist und der heute - für alle Armenier sichtbar - dennoch im Nachbarland Türkei liegt. red

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