Lorsch

Leseschwarm Zuhörer sind am Mittwoch in „Asturien“ willkommen

Gedichte über Felsen, Grab- und Gallensteine

Lorsch.Um Steine dreht sich alles beim nächsten Termin in der Reihe Leseschwarm. Am 18. Juli (Mittwoch) treffen sich Lyrik-Freunde dazu um 19 Uhr in der Oleanderstraße im Wohngebiet Asturien.

Steine hat man nicht gerne im Schuh, legt sie aber durchaus gerne mal dem einen oder anderen in den Weg. Sie sind Symbol für die Ewigkeit, aber auch für unmenschliche Härte. Sie sind prächtig und kostbar, wenn es sich um Edelsteine handelt oder grau und unbeweglich als Felsen. Trotz ihrer Härte ist es doch so, dass jeder Stein vom steten Tropfen des weichen Wassers am Ende ausgehöhlt und geschliffen wird.

Das Team des Leseschwarms hat nach Wolken und Bäumen nun die Steine zum dritten Thema seiner Gedichte-Lesungen in diesem Jahr auserkoren. Dazu wird man nach Asturien gehen, in das Wohnviertel, das südlich der Heppenheimer Straße vor der Kreuz- und Glockenwiese am östlichen Stadtrand liegt. Denn der dortige Oleanderplatz, am Ende der Oleanderstraße gelegen, ist von Steinen gesäumt. Wie immer sind es zwei mal dreißig Minuten, in denen der wechselnde Vortrag der sechs Lyrik-Liebhaber stattfindet.

Ursula Ullrich sagt in ihrer Einführung dazu: „Viele Dichter haben sozusagen Steine in Verse gepackt. Wir haben versucht, die besten Stein-Gedichte für Sie auszuwählen, wie immer bunt gemischt: Lange und kurze, gedankenschwere und leichtverdauliche, ernste und heitere, aber alle sind sie schön und gut – davon sind wir felsenfest überzeugt.“

Wer den Leseschwarm kennt und die Liste der ausgesuchten Autoren, kann daran keinen Zweifel haben: Texte von Heinrich Heine, Nelly Sachs, Konstantin Wecker, Joachim Ringelnatz, Bert Brecht, Marjana Gaponenko, Reiner Kunze, Heinz Erhardt, Jan Wagner oder Fredrik Vahle werden unter anderem zu hören sein. Wiederum sind zwei Leseschwarm-Mitglieder mit eigenen Gedichten vertreten: Renate Heidler und Elmar Ullrich.

Sollte es regnen, findet die Veranstaltung in der Zehntscheune auf dem Klostergelände statt. Dass neben Granit und Basalt, der Backstein oder Grabstein und auch der Gallenstein oder gar der Zahnstein zur Sprache kommen, zeigt, wie gründlich die sechs Lyrik-Aktiven nach allem möglichen Gestein und vielleicht auch nach dem einen oder anderen Stein des Anstoßes gegraben haben für den Leseschwarm. Dem Leseschwarm-Team gehören an: Alice Schnitzer, Renate Heidler, Heidrun Scheyhing, Walter Wolfgarten, Ursula Ullrich und Elmar Ullrich. Nach der Veranstaltung unter dem Motto „Den Stein der Weisen wollt’ ich finden“ wird es im August (29.) einen weiteren Leseschwarm geben. Dann heißt das Thema „Ich weiß einen Stern“ und bietet Poetisches zu Sternen. red

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel