Lorsch

Bauausschuss Neuer stellvertretender Vorsitzender bestimmt

Gegenstimmen für Schimpf bei geheimer Wahl

Lorsch.Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses hatten zu Beginn ihrer Sitzung am Donnerstag einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden zu wählen. Sehr oft war eine solche Aufgabe bisher eine Angelegenheit, die schnell erledigt werden konnte. Diesmal dauerte es allerdings etwas länger, bis Vorsitzender Olaf Jünge (CDU) seinem neuen Stellvertreter Matthias Schimpf (Grüne) zu dessen Wahlerfolg gratulieren konnte. Grund: Es musste geheim abgestimmt werden.

Einziger Kandidat

Die SPD-Fraktion hatte dies beantrag - obwohl es keinen Gegenkandidaten zu Schimpf gab. Dirk Sander (SPD) erinnerte in seiner Antragsbegründung daran, dass die Grünen ebenfalls - statt möglicher offener Wahl per Akklamation - eine geheime Abstimmung beantragt hatten, als es im vorigen Jahr um die Wahl der Stadtverordnetenvorsteherin ging. Es gab damals ebenfalls keinen Mitbewerber.

Die insgesamt neun Mitglieder des Ausschusses, dem drei Vertreter der CDU sowie je zwei von SPD und PWL und je einer von Grünen und und FDP angehören, wurden also einzeln namentlich zur Stimmabgabe an der Wahlurne aufgerufen. Ergebnis der Auszählung: Schimpf bekam eine deutlicher Mehrheit. Neben den sechs Ja-Stimmen und einer Enthaltung gab es aber auch zwei Nein-Stimmen.

Notwendig geworden war die Neubesetzung der Stellvertretung, weil der Stadtverordnete Günter Jakob, der in der konstituierenden Sitzung des Bauausschusses 2016 zum Ersten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden war, vor wenigen Monaten die Grünen-Fraktion verlassen hatte. Er gründete die Fraktion der Bürger für Lorsch (BfL). Die BfL allerdings hat wegen ihrer geringen Mitgliederstärke keinen Sitz im Ausschuss erhalten, erinnerte Olaf Jünge.

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