Lorsch

Jahrgang 48/49 Dreitägiger Nordhessen-Ausflug führte nach Fritzlar, Melsungen und Homberg

Im Dom und auf dem Edersee

Lorsch.„Immer weiter – immer heiter“, unter diesem Motto startete der Lorscher Schuljahrgang 1948/49 seine dreitägigen Fahrt gen Nordhessen.

Erste Station der Reise war die Domstadt Fritzlar. Eine kompetente Stadtführung verwies auf den Stadtgründer Bonifatius. Nicht nur das Äußere, auch das Dominnere beeindruckte nach dreijähriger Renovierung.

Weiter ging die Fahrt nach Melsungen. Während ein Teil der Gruppe mit der Stadtführerin Lisbeth „schnuddelte“, wie es in nordhessischen Mundart heißt, erfuhr die zweite Gruppe etwas über die „Bartenwetzer“, die ein Symbol Melsungens sind. Bartenwetzer nannte man die Holzarbeiter, die Äxte und Beile an Steinen wetzten, um die Barten (Schneiden) zu schärfen.

Beeindruckend auch Melsungens Fachwerkensemble mit seinen über 400 Bauten. Besonders schön ist das zentral gelegene Rathaus Melsungens.

Blick über den Marktplatz

Mittwochs steuerte die Jahrgangsgruppe die Kreisstadt Homberg/Efze an. Bei einer erneuten Führung erfuhren die Gäste, dass Homberg nach dem 30-jährigen Krieg nahezu komplett zerstört war und in der Bedeutungslosigkeit verschwand. Sehr interessant fanden die Gäste unter anderem das Reformationsfenster in der Homberger Marienkirche, das die Reformatoren Luther, Melanchthon, Zwingli und Calvin darstellt. Wunderschön der Blick über den Marktplatz mit den prächtigen Fachwerksfassaden.

Nach knapp einstündiger Fahrt wurde die Sperrmauer am Edersee erreicht. Hier wartete ein modernes Schiff auf die Reisegruppe, die bei einer zweistündigen Rundfahrt Kaffee und Kuchen genoss und sich an der Landschaft erfreute. Hierbei gab es auch einige Informationen zum Sinn des Sperrmauerbaus: Man wollte bei Bedarf genügend Wasser für die Weserschifffahrt bevorraten. Auch die Bombardierung der Mauer im Jahr 1943, die zu starken Schäden und einer tödlichen Flutwelle führte, wurde thematisiert.

Am dritten Tag nahte schon der Aufbruch gen Lorsch. Zuvor machte die Busgruppe jedoch in Alsfeld Station, wobei mittels Stadtführung das zuvor erworbene Wissen über Fachwerkstile vertieft und erneuert wurde. Alsfelds pittoresker Marktplatz lud mit seinen Cafés zum entspannten Sitzen ein, bevor die letzte Reisestation im Vogelsberg angefahren wurde. Der Leiter des dortigen Kolpinghauses, Hubert Straub aus Lorsch, erläuterte das Konzept des Hauses, das sich sowohl an Familien als auch an Manager mit Seminaren richtet. Bundeswehrsoldaten, die im Auslandseinsatz mitunter traumatische Erfahrungen erlitten, errichteten einen Bibelpark mit Noahs Arche als Mittelpunkt.

Für das Jahr 2019 steht dann eine dreitägigen Jubiläumsfahrt (70 Jahre) in den Harz an. red

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