Lorsch

Summer-Splash

Kein schlechtes Gewissen einreden

Leserforum „Entsetzt über Verschwendung von so viel Wasser“, BA vom 6. August

Der dritte Reiter der Apokalypse aus der Offenbarung von Johannes – Tod und Hunger ( Durst) – kann Angst und Schrecken einjagen und zum Nachdenken anregen. Dennoch: So eine geile Dusche aus der Vogelperspektive darf einmalig sein und man sollte den vielen Lorscher Bürgern – insbesondere den Kindern –, die einen riesigen Spaß hatten, kein schlechtes Gewissen einreden. Die Lorscher Bürger wissen sehr wohl, dass Wasser eine Ressource ist, mit der sparsam und effizient umgegangen werden sollte, und sie wissen auch, wie und wann man Gärten sinnvoll wässert.

Wenn der Leserbriefschreiber nun glaubt, hier den Hebel für das Sommerloch ansetzen zu müssen, so möchte ich gerne darauf hinweisen, dass kostbares Trinkwasser insbesondere in der Industrie in Umfängen verschwendet wird, gegen die die Lorscher Spaßdusche in der Größenordnung einer Selterswasserflasche anzusehen ist. Es ist überhaupt keine Frage, dass Wasser in der jetzigen Trockenheitsperiode kostbar ist und auch in verschiedenen Regionen knapp werden kann.

Wenn Bürgermeister Christian Schönung auf einen ausreichenden Wasservorrat hinweist, so ist das zunächst keine falsche Aussage. Zugegeben: Man hätte es anders formulieren können. Die extrem starken Niederschläge im Frühjahr haben uns dankenswerter Weise einen guten Grundwasserspiegel beschert und es wird auch wieder kühler und somit werden wieder Niederschläge folgen.

Auch, wenn der Leserbriefschreiber es als eine gute Idee empfindet, dass Matthias Schimpf eine Untersuchung ankündigt, so bin ich der Meinung, dass es wichtigere Ansatzpunkte für Kritik an Lorsch gibt als dieses einmalige und schöne Spaßevent.

Peter Auer

Lorsch

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