Lorsch

Erste Hilfe Rotes Kreuz schulte im katholischen Kindergarten

Kinder legen Verbände an

Archivartikel

Lorsch.Wer heutzutage einen Führerschein machen will, muss nachweisen, dass er oder sie erfolgreich einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben. Dem Bergsträßer DRK erscheint das aber recht spät: Weil Erste Hilfe nicht nur für Jugendliche und Erwachsene notwendig ist, bietet das Rote Kreuz einen solchen Kurs auch für Vorschulkinder an. Jetzt hatten sich die Mädchen und Jungen der Gruppen Pinguin, Dino und Hasen mit ihren Erzieherinnen Erika Ringel und Elke Hanf in der katholischen Kindertagesstätte St. Nazarius darüber informiert, was Erste Hilfe bedeutet und was bei einem Verkehrsunfall zu tun ist.

Handpuppe Louis informiert

Mit Ute Fuchs, Erste-Hilfe-Ausbilderin für Kindergärten und Schulen, angestellt beim Roten Kreuz des Kreisverbands Bergstraße, hatten die Kleinen eine Lehrerin, die ihnen mit viel Fingerspitzengefühl beibrachte, was in einem Ernstfall zu beachten ist. „Den Notruf 112 anrufen“, wusste ein Mädchen. „110 ist die Notrufnummer für die Polizei“, rief ein Junge. Die Kinder wussten aber auch, was sie melden sollten: Was ist passiert? Wo ist der Unfall? Wie viele Verletzte gibt es?

Ute Fuchs hatte ihre große Rot-Kreuz-Handpuppe Louis mitgebracht, mit deren Hilfe sie zunächst einmal das Vertrauen der Kinder gewann. Die Puppe erzählte dann nämlich, was bei einem Notfall notwendig ist. Eine Aluminiumdecke gehört dazu, um einen Verletzten darin einzuwickeln, damit er nicht friert. Das machte den jungen Ersthelfern Spaß. Sie ließen sich auch alle mit roter Faschingsfarbe eine Wunde auf den Unterarm schminken. Alle Kinder erhielten blaue Gummihandschuhe – die überzuziehen war nicht so einfach. Erzieherin Erika Ringel half, auch mit Worten: „Jeder Finger hat eine eigene Wohnung.“

Notrufnummern und Süßigkeiten

Alle Kinder erhielten außerdem ein steriles Verbandpäckchen, das sie sich gegenseitig anlegten, immer darauf bedacht, die Wunde nicht mit den Händen zu berühren. Mit dem langen Ende sollte dann eine Schleife oder ein Knoten gebunden werden. Das konnten aber nur wenige Kinder. Also gab es eine spielerische Hilfestellung. Für die an sich quicklebendigen Kleinen war es nicht so einfach, sich längere Zeit zu konzentrieren. Sie hatten am Ende aber doch behalten, was für eine Erste-Hilfe notwendig ist. Zur Belohnung erhielten alle ein Notrufkärtchen für ihren Schulranzen, „damit ihr die Nummern nicht vergesst“, mahnte die Ausbildungsleiterin. „Ich behalte sie trotzdem“ versicherte ein Mädchen.

„Hier habt ihr auch ein Übungspäckchen für Papa, Mama, Oma und Opa“, erklärte Ute Fuchs. Süßigkeiten verteilte sie außerdem noch und mahnte, den Verband spätestens nach einigen Stunden wieder abzunehmen. „Die blauen Handschuhe dürft ihr auch mitnehmen, und wenn ihr Lust habt, könnt ihr euch beim Lorscher Jugendrotkreuz anmelden“, warb die Ausbilderin zum Abschluss. ml

Info: Weitere Fotos online unter bergstraesser-anzeiger.de

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