Lorsch

Ferienspiele Kinder fertigten ihre eigenen Schmuckstücke

Kleinode aus Knochen

Lorsch.Spannend und lehrreich. So war der Ferienspieltag, zu dem der Lorscher Partnerschaftsverein in das Freilichtlabor Lauresham eingeladen hatte. Auf dem Programm stand das Schnitzen und Bearbeiten von Tierknochen.

Damit sich die Jungen und Mädchen etwas mehr in die Zeit Karls des Großen einfühlen konnten, gab es zunächst eine Führung durch den nachgebauten Gutsherrenhof Lauresham. Museumspädagogin Renate Rein zeigte den Kindern, wie Menschen im Mittelalter arbeiteten, schliefen und aßen. Anhand von geschnitzten Schmuckstücken aus Tierknochen wurde den Kindern gezeigt, was die Menschen damals mit etwas Geschick aus dem Naturmaterial herstellen konnten. Tierknochen, so Museumspädagogin Rein, seien im Mittelalter ein wichtiger Rohstoff gewesen. Im Kloster wurden aus Knochen geschnitzte Schreibgriffel verwendet, im Alltag waren es vor allem Kämme, Nadeln, Würfel und Spielfiguren. Aus Langknochen von Rindern wurden aber auch Flöten geschnitzt.

Anstrengender als es aussieht

Mit allerhand Werkzeug machten sich die Kinder dann selbst ans Werk. Der Schulungsraum war mit vielen Schraubstöcken, Sägen, Feilen und Drillbohrern bestückt, so dass die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen konnten, um aus kleinen Knochenplättchen - die aus dem Mittelfußknochen von Rindern hergenommen waren - Schmuckstücke entstehen zu lassen. Theorie und Praxis gingen dabei weit auseinander. Was sich vorher nämlich einfach angehört hatte, stellte sich bald als ziemlich harte Arbeit heraus. Schließlich mussten die Kinder einiges an Kraft aufwenden, um das Knochenmaterial zu bearbeiten. Aber mit Hilfe von Renate Rein schafften es dann alle Mädchen und Jungen, ein eigenes Schmuckstück herzustellen. Anschließend gab es einen kleinen Imbiss, den die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Annette Moll servierte. par

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