Lorsch

Pappeln im Klosterfeld

Leider wurde viel Geld umsonst ausgegeben

Guter Rat ist nicht teuer, im Gegensatz zur versuchten Rettungsaktion durch kostenaufwendigen Rückschnitt der Pappeln.

Zufällig befand ich mich in der Nähe als Magistrats- und Bauausschuss-Mitglieder die geplante Maßnahme beraten haben. Im Bewusstsein, dass die Rückschnittaktion erfolglos sein wird, führte ich mit mehreren anwesenden Kommunalpolitikern Gespräche mit dem Hinweis auf die Sinnlosigkeit eines Rückschnitts. Man wird sich wohl daran erinnern.

Mit eindringlichen Worten riet ich, die kranken und teilweise gefährlichen Pappeln zu fällen und durch neue Allee-Bäume zu ersetzen. Leider wurde der Rat nicht befolgt und somit viel Geld umsonst ausgegeben.

Satzung schützt Bäume wenig

Zum Thema Baumsatzung für Lorsch gebe ich den Rat, davon Abstand zu nehmen. In den Kommunen, die über eine solche Baumsatzung verfügen, ist oft das Gegenteil eingetreten von dem, was ursprünglich erreicht werden sollte. Sowohl den Verwaltungen als auch den Baumbesitzern hat es überwiegend Ärger und Verdruss beschert.

In der Regel greift eine Baumsatzung ab einem Baumdurchmesser von 20-25 Zentimeter. Es ist mir bekannt, dass etliche Bäume vorsorglich gefällt wurden, bevor sie diese Dimension erreicht haben. Somit könnte man von einer „Baumvernichtungs-Satzung“ sprechen.

Werner Groß

Ehrenvorsitzender der Schutzge-

meinschaft Deutscher Wald

im Kreis Bergstraße

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