Lorsch

Sportlerwahl Der Sportler des Jahres 2017 Simon Specht ist erneut nominiert / Jede Menge Titel gewonnen

Lorscher Kanu-Ass will in die Junioren-Nationalmannschaft

Archivartikel

Lorsch.Für Simon Specht wird 2019 ein besonders spannendes Jahr. Im Sommer wird der Zehntklässler die Werner-von-Siemens-Schule in Lorsch mit einem guten Realschulzeugnis in der Tasche verlassen und sich dann auf der Elisabeth-Selbert-Schule in Lampertheim auf das Fach-Abitur vorbereiten. Im August beginnt er daneben ein einjähriges Praktikum bei der Polizei. Schon morgen steht allerdings eine wichtige Prüfung ganz anderer Art auf dem Terminkalender für den jungen Lorscher: ein Test für die Aufnahme in die Junioren-Nationalmannschaft der Kanuten.

Sieg bei Olympic-Hope-Games

Denn Simon Specht hat in seiner Sportart schon jede Menge Titel gewonnen. Im vergangenen Jahr machte er zum Beispiel mit einem Doppelsieg bei den Olympic-Hope-Games auf sich aufmerksam. Von dem internationalen Wettbewerb in Posen in Polen, der mit einer WM vergleichbar ist, kam er mit einer Gold- und einer Silbermedaille zurück – erkämpft im Kanu-Zweier über 200 Meter sowie im Vierer über 1000 Meter. Wegen dieser jüngsten Erfolge ist der Kanurennsportler jetzt nominiert für die Wahl zum „Sportler des Jahres“ der Stadt Lorsch.

Dass es sich bei dem Wassersportler um ein Ausnahmetalent handelt, zeigt die Tatsache, dass es Simon Specht insgesamt bereits zum vierten Mal in den Kreis der Bewerber für diese besondere Ehrung geschafft hat – und das, obwohl er erst 16 Jahre alt ist. Im vorigen Jahr erhielt der Schüler die meisten Stimmen bei dieser Publikumswahl und wurde daraufhin mit dem begehrten Titel „Sportler des Jahres“ ausgezeichnet.

In den vergangenen Wochen hat sich Simon Specht gezielt auf die Aufnahmeprüfung für das Nationalteam vorbereitet. Sie ist in zwei Teile unterteilt. Morgen steht nach dem Flug in Berlin zunächst der Athletik-Test an. Beweisen muss der Lorscher seine Fitness bei zwei Laufprüfungen über die Sprintstrecke und 1500 Meter. Anschließend wird seine Kraft bewertet, und zwar beim Bankdrücken und Bankziehen. Die 40-Kilo-Hantelstange kann Specht 108 Mal drücken. Und beim Bankziehen? „98 Mal mit 50 Kilo“, berichtet er.

Mit einem überzeugenden Ergebnis in Berlin ist es aber noch nicht getan. Der zweite Teil der Prüfung ist im April in Duisburg vorgesehen. Dann muss sich Simon Specht bei der Paddel-Qualifikation beweisen. Über 200, 500 und 1000 Meter muss er zeigen, was er als Kanufahrer kann.

Direkt nach dem Test in der deutschen Hauptstadt wird der Lorscher ab nächste Woche 14 Tage in Frankreich verbringen. Kein Urlaub, sondern ein Trainingslager steht im Süden, in der Gegend rund um Toulouse an. Im Januar hielt sich der Rennsportler, der für den Wassersportverein Lampertheim startet und fast jeden Tag in der Woche trainiert, im Rahmen eines Trainingslagers in der Türkei fit.

Paddel mit Königshalle

Wassersport auf Spitzenniveau zu betreiben, kostet Geld. Die Stadt Lorsch unterstützte ihren „Sportler des Jahres“ im Herbst vorigen Jahres mit einem neuen Paddel, nachdem bekannt wurde, dass das bisherige Sportgerät wegen der Dauerbelastung nicht mehr lange halten würde. Das schmucke schwarze Sportutensil ließ Bürgermeister Christian Schönung mit dem Schriftzug „Lorsch“ und dem Bild der Königshalle versehen, damit Specht bei seinen vielen Wettbewerben nebenbei auch ein bisschen für seine Heimatstadt wirbt.

Das Paddel aus Karbon ist bei Simon Specht in guten Händen und weiterhin sehr häufig im Einsatz. Zum Beispiel bei den Deutschen Meisterschaften in Brandenburg. Möglicherweise aber bald auch auf Europa- oder Weltmeisterschaften im Rahmen des Nationalteams.

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