Lorsch

Wanderung Naturfreunde auf Tour im Odenwald / Gaststätten geschlossen oder überfüllt

Magnetische Steine und Riesensäule

Einhausen.Die Burg Frankenstein steht auf einem 370 Meter hohen Ausläufer des Langenbergs bei Weiterstadt. Sie wurde 1252 erstmals erwähnt in einer Urkunde des Konrad II. Reiz von Breuberg und seiner Ehefrau Elisabeth von Weiterstadt. Die Burg war aber zu dieser Zeit bereits erbaut. Historiker gehen von einem Baujahr um 1240 aus.

Diese Burg hatten neun Naturfreunde aus Einhausen zum Ausgangspunkt ihrer 17 Kilometer langen Wanderung gewählt. Auf dem Weitwanderweg Odenwald-Vogesen marschierten sie zurück nach Auerbach.

Nachdem sie am Anfang etwas zu schnell unterwegs gewesen waren, legten sie eine erste Rast an den „Magnetsteinen“ ein. Sie sind eine geologische Besonderheit. Dort zieht das Gestein die Kompassnadel an. Mit einem elektronischen Kompass sahen die Naturfreunde deutlich, wie die Nadel tanzte. Der Sage nach verliehen Hexen den „Magnetsteinen“ ihre Kräfte.

Weiter ging es über den Langenberg nach Ober-Beerbach, dann nach Steigerts. Über die Hutzelstraße, ein befestigter Weg mit kleinen Schlaglöchern, wurde die Kuralpe erreicht, die Kuppe des sagenumwobenen Felsberges mit dem bekannten Felsenmeer. Das Felsenmeer wurde bereits von römischen Steinmetzen zur Steingewinnung genutzt. Sie hinterließen viele unfertige oder beschädigte Werkstücke, wovon die liegende Riesensäule das wohl bekannteste ist.

Nach kurzer Rast begann der Anstieg durch das Felsenmeer, vorbei an der Riesensäule, wo noch schnell ein Foto geschossen wurde. Der Weg führte zum Naturfreundehaus am Borstein, ein Landgasthaus, das an diesem Tag jedoch geschlossen war. Der Borstein in der Nähe ist etwa acht Meter hoch und als Kletterfelsen anerkannt. Es ging vorbei am „Selterswasserhäuschen“, 1914 errichtet als Kiosk, heute Unterstellgelegenheit für Wanderer. Es befindet sich am Höhenweg vom Felsenmeer nach Bensheim.

Die Naturfreunde wanderten weiter bis zum Ehrenmal des Odenwaldklubs und zum Friedensmal Hochstädten, wo eine kurze Rast eingelegt wurde. Von dort aus hat man einen der schönsten Blicke auf die Rheinebene.

Das nächste Ziel war das Fürstenlager. Dort war, sehr zur Enttäuschung der Wanderer, eine Einkehr wegen Überfüllung ebenfalls nicht möglich. Der Durst trieb sie dann bis in eine Gaststätte in Auerbach, die glücklicherweise geöffnet hatte. So gab es doch noch einen gelungenen Abschluss. Das Wetter war durchgehend schön. Es gab unterwegs herrliche Aussichten bis nach Frankfurt. Vom Felsberg aus reichte der Blick bis zum Donnersberg und nach Mannheim. ml

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