Lorsch

Ferienspiele Partnerschaftsverein hatte Kinder zu Tierfreundin Pia Fischer eingeladen

Mit drei Eseln durch die Stadt spaziert

Archivartikel

Lorsch.Pia Fischer aus der Biengartenstraße besitzt seit mehreren Jahren einige Esel und engagiert sich in der „Esel-Nothilfe“. Darüber hinaus beteiligt sie sich mit ihren Grautieren auch an unterschiedlichen Aktivitäten. Jedes Jahr gehört dazu ein Ferienspieltag.

Organisiert wurde er jetzt zum Auftakt der Lorscher Ferienspiele vom Lorscher Partnerschaftsverein. Pia Fischer erklärte Kindern dabe verständlich, dass Esel nicht einfach Lasttiere sind, sondern lebendige Geschöpfe, die ihre Eigenarten haben.

Zuerst stand Arbeit an

Jetzt hatten sich vier Mädchen und zwei Buben auf ihrem Hof eingefunden, betreut von Dagmar Preuss und Brigitte Sander, um zu erleben, wie das ist im Umgang mit den Eseln. Aber um das zu lernen, ging es zunächst in den Stall, um die Esel Tobi, Ben und Fips zu striegeln.

Das erwies sich zum einenals notwendig, weil die Tiere gerade am Abend vorher von der Koppel geholt worden waren, zum anderen aber auch, weil sie teilweise noch ihr Winterfell trugen. Mit viel Elan gingen die Kinder an die Arbeit, schrubbten das Fell mit Bürsten und gewöhnten sich so schon einmal an die Tiere.

Dazu gehörte auch das Streicheln, denn die Esel sind zwar bekanntlich störrisch, aber sie können auch brav sein, wie sich an diesem Tag zeigte.

Danach informierte Pia Fischer die interessierten Kleinen über die verschiedenen Eselarten, die es auf der Welt gibt. Sie demonstrierte auch den Umgang mit den Seilen und den dazugehörigen Knoten, die zum Führen der Esel bei einem Spaziergang notwendig sind. Auch das Anlegen des Halfters über den Kopf der Tiere wurde erklärt.

Die Kinder hatten ihre Getränke mitgebracht und es standen auch frische Gemüseschnitze zur Verfügung. Bevor es aber auf einen Spaziergang ging, wurden sie darüber informiert, dass der Esel Tobi vorne laufen müsse, dass immer zwei Kinder einen Esel führen müssen und dass die Tiere unterwegs möglichst nichts fressen sollten, da sie sich auf der Weide bereits „vollgefressen“ hätten.

Tiere wollten trotzdem fressen

Die Theorie leuchtete ein, die Praxis zeigte sich ein wenig schwieriger. Als die Esel nämlich aus dem Stall geführt wurden, neigten sie gleich die Köpfe, um das wenige Gras im Hof zu fressen. Mit Pia Fischers Hilfe wurden aber auch diese Probleme behoben und dann ging es hinaus auf die Biengartenstraße, schön hintereinander auf dem Gehweg.

Auf der Friedensstraße wurden die Tiere in Richtung Odenwald geführt, dann an den Pferdekoppeln entlang in Richtung Süden und später auf der Biengartenstraße wieder zurück in den Stall.

Dieser Spaziergang gefiel den Kindern besonders gut, da sie den Umgang mit den Grautieren hautnah erleben konnten. So ein lebendiges Tier ist halt doch etwas anderes als die Plüschtiere im eigenen Kinderzimmer, stellten sie fest. Zum Abschluss des Ferienspieltages freuten sich die Kinder über ein Eis zur Belohnung. ml

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