Lorsch

Ortsentwicklung Wetterbedingt begann der Rundgang anders als geplant / Lebhafte Diskussion im Rathaus

Regen bremst Spaziergänger aus

Einhausen.Pünktlich um 18 Uhr versammelten sich etwa 40 Einwohner von Einhausen auf dem Rathausplatz, um gemeinsam mit Bürgermeister Helmut Glanzner und Vertretern von „NH-Projekt Stadt“ am Freitag einen Spaziergang durch den Ortskern von Einhausen vorzunehmen. Ebenso pünktlich öffnete aber auch der Himmel seine Schleusen und zwang alle Teilnehmer ins Foyer des Rathauses. Da wurde es zwar eng und auch stickig, aber es wurde auch lebhaft diskutiert.

Eigentlich sollte ein zweistündiger Weg entlang der Weschnitz, über die Hauptstraße in Groß-Hausen, entlang der Industriestraße über Klein-Hausen zurück zur Ortsmitte am Marktplatz durchgeführt werden. Ziel dieser Aktion sei es, im Dialog zwischen Verwaltung, Fachplanung und Bürgern zu bestimmen, wo sich die entscheidenden Ansatzpunkte für den Stadtumbau befinden, hatte die Gemeindeverwaltung im Vorhinein informiert. Alle Teilnehmer waren aufgefordert worden, Orte, Plätze, Situationen, die sie als „Problemzonen“ oder aber als besonders beliebte Treffpunkte oder Aufenthaltsorte wahrnehmen, zu benennen und zu zeigen. Wetterbedingt verzögerte sich der Rundgang aber um etwa eine Stunde.

Bürgermeister Glanzner begrüßte die Interessenten des Abends und erklärte, dass mit dem Rundgang erreicht werden solle, die Interessen der Bürger in die künftige Ortsplanung einzubinden. Gemeinsam mit der Projektleitung solle ein erfolgreiches Projekt entwickelt werden „in dem wir uns alle wiederfinden“. Die Projektleiter Marius Becker und Jana Simon-Bauer, die mit der Erarbeitung eines „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts“ (ISEK) beauftragt worden waren, hatten für alle Teilnehmer einen Plan mitgebracht, auf dem der beabsichtigte Weg verzeichnet war. So konnten sich alle Interessenten ein Bild machen, worum es gehen sollte.

Marius Becker erklärte, dass das Land für dieses Projekt 60 Prozent Fördergelder bereitstelle und die Gemeinde 40 Prozent der Kosten tragen müsse. Das Projekt sei auf zehn Jahre ausgelegt. Das Land wolle aber wissen, wofür das Geld ausgegeben werden soll. Meldetermin ist 31. Oktober. Helmut Glanzner versicherte, dass in jedem Jahr ein neuer Antrag gestellt werden könne, um Projekte zu realisieren. Jana Simon-Bauer machte deutlich: „Die Erfahrung lehrt: Wenn man Räume gemeinsam erlebt und sich ein eigenes Bild vor Ort macht, kann man besser und zielgerichtet Hinweise für den weiteren Prozess geben“. Dieses werde für zehn Jahre den Handlungsrahmen der städtebaulichen Um- und Neugestaltung rund um den Ortskern an der Weschnitz vorgeben. Zwar hätten sie als Planer in ihrem Büro einen Blick für alles, was verwirklicht werden könne, sie wollten aber wissen, wo die Bürger der Schuh drückt.

Das Trennende der Weschnitz zwischen Groß- und Kleinhausen solle erlebbarer, überschaubarer gemacht und überwunden werden. Es gehe darum, das Gewässer in die Infrastruktur einzubinden. Auch zu Markplatz und Bürgerhaus gab es Ideen. Bericht folgt.ml

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