Lorsch

Sportlerin des Jahres 17 Jahre alte Tänzerin für Titel nominiert

Sunisa Rauch hofft auf eine WM-Teilnahme

Archivartikel

Lorsch.„Sunisa ist eine leidenschaftliche Tänzerin. Halbe Sachen gibt es bei ihr nicht. Sie gibt immer alles, auch bei jeder Probe.“ Das sagt Veronika Rosenberger, Chefin von Vronis Tanzstudio, über eine ihrer herausragendsten Schülerinnen: Sunisa Rauch. Die 17 Jahre alte Lorscherin, hat sich längst auch deutschlandweit Anerkennung erarbeitet. Derzeit kann sie sogar hoffen, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Wegen ihrer besonderen Leistungen ist sie jetzt für die Wahl zur „Sportlerin des Jahres“ vorgeschlagen.

Nicht zum ersten Mal ist sie von der Sportkommission der Stadt Lorsch dafür nominiert. 2017 gehörte sie ebenfalls schon zum Kreis der Kandidaten – und konnte auf Anhieb die meisten Stimmen der Wähler gewinnen. Zu dem damals in der Nibelungenhalle feierlich verliehenen Titel hat die Tänzerin inzwischen einige weitere Erfolge hinzugefügt. Bei der Deutschen Meisterschaft für Jazz und Modern Dance für Erwachsene hat sie im vorigen Jahr nur knapp das Treppchen verfehlt, erreichte Platz vier.

Turniere in der ersten Bundesliga

Ihre ersten Tanzschritte hat die sportlich sehr vielseitige Athletin – sie turnt auch bei der Tvgg in Lorsch und ist bei den Närrischen Drei aktiv – bei Veronika Rosenberger gelernt. Seit vielen Jahren ist Sunisa Rauch für den VTG aktiv, den Verein für Tanz und Gymnastik. Die Sportlerin, die die elfte Klasse der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim besucht, tanzt aber nicht nur für den VTG Turniere. Neuerdings ist Sunisa Rauch auch in der ersten Bundesliga engagiert. Für den TG Bobstadt tanzt sie mit der Formation in der höchsten Klasse.

Es gibt überdies kaum eine Tanzart, die Sunisa Rauch nicht beherrscht. Mit Ballett, Hip-Hop, Jazztanz, Spitzentanz und Videoclip-Dance ist sie seit rund zwölf Jahren bestens vertraut. Zusätzlich trainiert sie in Bensheim die außergewöhnlichen Tanzarten Pol-Dance und Aerial Hoop, eine Trendsportart mit Akrobatik an einem an der Decke hängenden Reifen, die in der Region nur in sehr wenigen Studios angeboten werden. Besonders ist auch die Tradition des Thailändischen Tanzes. Sunisa hat die Kunst von ihrer Mutter Waree Rauch gelernt, die thailändische Wurzeln hat.

Einen Tag ohne Tanz kann sich die Scholl-Schülerin, die von Maya Busse trainiert wird, kaum vorstellen. „Ich komme einfach gerne ins Studio“, sagt sie. Beim Tanzen könne sie Gefühle verarbeiten und Schulstress abbauen. Derzeit übt sie besonders intensiv. Am 21. März geht sie mit der Starmoves Formation von Vronis Tanzstudio auf die Hip-Hop-Championship in Pforzheim, am 30. März tanzt sie in Hamburg bei einem Bundesliga-Turnier. Anfang April dann steht die „Dance Star Austria“ an. Wenn es gut läuft, könnte sich die Lorscherin in Zell am See für die WM qualifizieren, die im Mai in Kroatien ausgetragen wird.

Sunisa Rauch kann sich vorstellen, Tanzen irgendwann auch zu ihrem Beruf zu machen, nach dem Abitur das Fach zum Beispiel in Frankfurt an der Hochschule zu studieren. Tanzen ist allerdings ein harter Job und zudem gibt es viele gute Tänzerinnen, betont Veronika Rosenberger. Weil ihre Lorscher Schülerin schon jetzt täglich mehrere Stunden tanzt, wäre sie allerdings gut vorbereitet. „Sunisa ist eine hochbegabte Tänzerin und sicherlich geeignet, die harte und anspruchsvolle Karriere einer Tänzerin zu beschreiten“, ist sich Rosenberger sicher.

Zudem ist Sunisa Rauch nicht nur technisch sehr gut in ihrer Sportart. Sie verfügt auch über eine starke Bühnenpräsenz. „Wenn sie tanzt, springt ein Funke über und sie zieht ihr Publikum in ihren Bann“, weiß die Tanzstudio-Chefin. Viele Bergsträßer haben das zum Beispiel erleben können, als die Show „Jumanji“ vier Mal das Parktheater in Bensheim füllte, die 17-Jährige war dabei in der Hauptrolle der Sarah zu sehen.

Für viele jüngere Tänzerinnen sei Sunisa ein großes Vorbild, berichtet Rosenberger. Dass es sich bei der Sportlerin um ein Allroundtalent handelt, zeigt auch die Tatsache, dass Sunisa Rauch jüngere Tänzerinnen in Lorsch und Bensheim bereits unterrichtet und auch schon viele Tänze für andere choreographiert hat.

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