Lorsch

Rathauskonzert

„Tastenlöwe“ spielt Chopin

Lorsch.Er ist grade 30 Jahre alt geworden, die Kritik beschreibt ihn als eine Entdeckung, einen richtigen „Tastenlöwen“: Emanuele Delucchi. Der Pianist mit ausgezeichneten technischen Fähigkeit stammt aus Genua und kann auf eine Reihe erster Preise bei renommierten internationalen Wettbewerben verweisen. Am 22. April ist er in Lorsch im Nibelungensaal zu hören in der Reihe der Rathauskonzerte.

Die Reihe profitiert immer wieder davon, dass deren künstlerische Leiter – Thomas Adelberger, Christoph Schöpsdau und dieses Mal wieder Martin Münch – über ausgezeichnete Kontakte zu herausragenden Musikerinnen und Musikern verfügen. Emanuele Delucchi beendete sein Studium am Conservatorio Niccolò Paganini di Genova mit Auszeichnung. Als Solist ist er in Italien, Deutschland und im Mittelmeerraum in Erscheinung getreten. Er erwarb sich ebenso als Kammer- wie als Orchestermusiker einen hervorragenden Ruf unter Kollegen und beim Publikum. Delucchi reüssierte auch als Komponist, er unterrichtet an den Akademien in Genua und Mailand und ist künstlerischer Leiter des Lyrischen Festivals van Varese Ligure. Etliche CD-Einspielungen runden den erfolgreichen Bogen ab.

Interpretationen von Münch

Der junge Italiener interpretiert auch Martin Münchs Stücke. In Lorsch wird das Publikum am Sonntag drei Stücke von Münch hören. Delucchi stellt ihn in eine Reihe mit den ganz Großen: Beethovens Hammerklaviersonate wird ebenso erklingen wie Chopins Mazurka Nr. 2. Den Programmauftakt bilden drei Kompositionen des letzten Jahrhunderts. Delucchi beginnt mit einem Stück des Tschechen Leos Janácek. Er ließ seine Studien zu Volksliedern und Sprache seiner Heimat in seine Kompositionen einfließen.

Als einer, der der Klavierliteratur Bedeutendes beigefügt hat, wird der polnisch-amerikanische Pianist und Komponist Leopold Godowsky gerühmt, von dem im Anschluss sechs Studien über Chopin-Etüden erklingen. Schließlich kommt von Enrique Granados die Goyesca Nr. 4 zu Gehör. Er gilt als einer der bedeutendsten spanischen Komponisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den zweiten Teil des Abend wird Delucchi auch eine eigene Klaviertranskription alter italiensicher Musik einflechten. red

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel