Lorsch

Firmenjubiläum Lorscher Metallbau-Betrieb Richard Heinz feierte 50-jähriges Bestehen / Spezialist für Ausstattung von Kläranlagen

Werkstücke in Schule und Kita zu sehen

Lorsch.Wer mit aufmerksamen Blick durch Lorsch spaziert, wird oft Arbeiten sehen, die aus der Werkstatt von Richard Heinz stammen: Die schmucke verschnörkelte Halterung für das Hinweisschild am barocken Palais von Hausen in der Bahnhofstraße gehört ebenso dazu wie die Außentreppe an der Wingertsbergschule, das Türmchen an der Kita Villa Kunterbunt sowie zahlreiche Tore. Jetzt feierte das Unternehmen für Metallbau und Edelstahlverarbeitung sein 50-jähriges Bestehen.

Mit einer Schlosserei begann die Firmengeschichte des Ur-Lorscher Betriebes. Richard Heinz, Sohn des Schmieds Anton Heinz, gründete sie in der Nibelungenstraße 63. Zielstrebig und mit großem Engagement war der Chef tätig, die Firma wuchs vom Ein-Mann-Betrieb auf zeitweise über 30 Mitarbeiter.

„Rund um die Uhr war er für die Firma da“, berichten die Kinder Jürgen Heinz, Stefanie Gärtner und Anette Hauf voller Hochachtung über die erfolgreiche Selbstständigkeit, die sich ihr Vater gemeinsam mit seiner Ehefrau Lieselotte aufbaute.

1995 Umzug ins Lagerfeld

1995 wurde das Gelände im Stadtzentrum zu klein. Der Schlossermeister zog mit seiner Firma um an den Ortsrand. In der Lagerfeldstraße hatten er und seine Belegschaft mehr als drei Mal so viel Platz wie zuvor. Der Lorscher Betrieb ist für namhafte Industrie-Unternehmen in den Bereichen Chemie, Maschinenbau sowie Wind- und Solarkrafttechnik tätig. In dem Leistungsbereich für Kommunen hat sich die Lorscher Firma auf die Ausstattung von Kläranlagen spezialisiert, ein Schwerpunkt liegt zudem in der Ausstattung von Schulen und öffentlichen Gebäuden.

Private Kunden wenden sich an das Unternehmen, wenn sie zum Beispiel Geländer und Handläufe, Überdachungen, Fenstervergitterungen, Hoftore, Garagentore oder Zaunanlagen in handwerklich bester Qualität suchen.

Mit Vertretern der Handwerkskammer und des Lorscher Gewerbevereins, mit Kunden und Lieferanten, vielen Gratulanten sowie den derzeit 20 Mitarbeitern feierte die Familie gemeinsam mit Geschäftsführer Tim Hübner das 50-jährige Bestehen. Richard Heinz selbst konnte das Jubiläum nicht mehr miterleben. Der Firmengründer starb im November vorigen Jahres.

Die Erbengemeinschaft nach Richard Heinz arbeitet in seinem Sinne weiter. Zahlreiche Mitarbeiter gehören schon seit vielen Jahren zum Team, berichtet Hübner. Aber auch die Jugend ist präsent: Der Betrieb beschäftigt aktuell vier Auszubildende. „Sehr gut“ seien zudem mehrere Flüchtlinge integriert, betont Hübner. Drei Mitarbeiter stammen aus Afghanistan, Syrien und Eritrea.

Die Geldspenden, die viele Gratulanten jetzt zum 50-jährigen Bestehen der Firma überreichten, sollen dem Hospiz in Bensheim zugute kommen. sch

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