Lorsch

Freizeit In Zeiten der Corona-Krise brauchen Eltern Fantasie

Wie man Freunde auf Schatzsuche schickt

Archivartikel

Lorsch.Der Kindergarten macht Zwangsferien, die Tagesmutter darf auch nicht betreuen und sämtliche Freizeit-Aktivitäten mit Freunden pausieren ebenfalls. Selbstverständlich vermissen alle Kinder früher oder später ihre Freunde. Die Zeit der Corona-Krise kommt sicherlich nicht nur der vier- und zweijährigen Töchter der aus Lorsch stammenden Autorin ewig vor. „Was kann man also gemeinsam tun, ohne sich zu treffen?“, war die Frage. Es entstand die Idee, eine Schatzsuche für Freunde zu entwickeln. Das Ergebnis: Mindestens drei halbe Tage eine sinnvolle Beschäftigung und Spaß für die ganze Familie und einen halben Tag für eine befreundete Familie. Zusätzlich hat man „ohneeinander“ etwas miteinander getan.

Spazieren mit einem Ziel

Generell – und das gilt nicht nur für Corona-Zeiten – ist es sinnvoll, beim Spaziergehen mit Kindern ein Ziel zu haben. So kann man schauen, ob etwa die Störche in ihren Nestern sitzen, kann Briefe zum Postkasten bringen oder Äste zum Basteln sammeln.

Doch welches Ziel könnte man noch ansteuern, wenn Freizeiteinrichtungen keine Option sind? Die Idee: Man denkt sich einen Weg aus, auf dem es eigentlich nichts Besonderes gibt. Doch unterwegs werden Wegmarken fotografiert: ein Baum etwa, ein Schild oder ein Pfosten. Dann muss man sich nur noch die exakte Route merken und die Orte, an denen die Bilder gemacht wurden.

Zu Hause wird all das zu einer Schatzkarte. Die Fotos zeigen die Orte, an denen später ein Schatz für Freunde versteckt wird. Also Fotos ausdrucken, Buntstifte, Kleber und Papier bereitlegen und los geht es: Je nach Alter der Kinder sollten Erwachsene die Karte vorzeichnen, damit die Suchenden später auch eine reelle Chance haben, den Schatz zu bergen. Doch beim Kleben, Anmalen und Dekorieren können schon die Kleinsten helfen. Dann wird alles in einen Umschlag verpackt – natürlich mit dem Hinweis, dass der Empfänger rechtzeitig Bescheid geben muss, wann er auf die Suche geht, damit der Schatz auch deponiert werden kann.

Puzzleteile ergeben einen Gruß

Schließlich muss die Post nur noch ausgetragen werden. Und schon wieder gibt es einen Spaziergang mit einem Ziel. Ein dritter Spaziergang mit klarer Aufgabenstellung steht an, sobald die Freunde Bescheid gegeben haben, wann sie die Suche beginnen wollen. Nun muss natürlich an den fotografierten und in der Karte markierten Orten etwas versteckt werden. Beispielsweise die Puzzleteile eines Fotos, die – waren sie alle gefunden – , einen lieben Gruß ergaben.

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