Lorsch

Sportlerwahl Jurek Osinski, Deutscher Meister im Sportkegeln, als „Sportler des Jahres“ nominiert

Ziel: Erneut den Titel holen

Archivartikel

Lorsch.Jurek Osinski ist ein hervorragender Sportkegler. Als Kind schon lernte er die Sportart kennen, die ihn bis heute fasziniert. „In der Nachbarschaft gab es eine Kegelbahn“, erinnert er sich an die Anfänge. Im Alter von zehn Jahren rollte er erstmals die Kugeln. Der begeisterte Sportkegler hat seitdem zahlreiche Erfolge erspielt. Sein jüngster Triumph ist der Sieg bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren. Den Titel über 120 Wurf erkämpfte sich Osinski, der für den Sportkegelclub Nibelungen startet, im vorigen Sommer in Öhringen. Nun ist er von der Sportkommission der Stadt Lorsch für den Titel zum „Sportler des Jahres“ vorgeschlagen.

Zum zweiten Mal bereits ist er in den Kreis der Bewerber für diese besondere Ehrung aufgenommen worden. Bei der ersten Wahl, 2015 war das, hat Jurek Osinski die meisten Stimmen erhalten und wurde als Lorscher „Sportler des Jahres“ ausgezeichnet.

Daheim ist Osinski in Groß-Zimmern. Weil er merkte, dass er ein sehr guter Kegler ist, reizte es ihn, herauszufinden, ob er auch gut genug für die Bundesliga wäre. Er schaute sich nach entsprechenden Clubs um, hatte die Auswahl zwischen Aschaffenburg, Mörfelden und Lorsch – und entschied sich 2011 für die Klosterstadt. Mit Lorscher Sportkeglern hatten sich schließlich bald Freundschaften entwickelt.

Der Teamgeist bei den Nibelungen stimmt und die Lorscher spornen sich gegenseitig immer wieder zu Bestleistungen an. Die rund 50 Kilometer, die er zwischen Wohn- und Trainingsort regelmäßig fahren muss, sind für Jurek Osinski deshalb kein Problem.

Er ist froh, dass auch seine Familie Verständnis für sein zeitaufwändiges Hobby hat. Ehefrau Monika und die 17 Jahre alte Tochter Talia akzeptieren es, wenn Jurek Osinski mit den Nibelungen zu Wettkämpfen quer durchs Land reisen muss, manchmal beträgt schon allein die Hinfahrt eine Strecke von rund 500 Kilometern.

Er sei schon stolz auf das, was er sportlich erreicht hat, gibt Jurek Osinski zu. Den jüngsten Titel als Deutscher Meister hat er zum ersten Mal errungen, und zwar überlegen mit 1229 Kegeln.

Mittlerweile sei er mit seinen 54 Jahren der älteste Spieler in der ersten Bundesliga. Die Erfolge habe er aber auch dem Team und der Trainerin Gabi Geiß zu verdanken, betont der Sportkegler, der beruflich als Mess- und Regelhandwerker arbeitet.

Der Kegelsport werde immer athletischer, sagt Osinski. Viele seiner Mitspieler und Gegner sind deutlich jünger. Wichtig für ein gutes Ergebnis auf der Bahn ist aber eben nicht nur Kraft, um die knapp drei Kilo schweren Kugeln immer wieder präzise zu werfen, sondern das zuverlässige Beherrschen der Technik und mentale Stärke. Ein Kegelcenter sei nicht so brechend voll mit Schlachtenbummlern wie ein großes Fußballstadion, die Geräuschkulisse aber sei enorm, gibt Thomas Forell, Vorsitzender der Nibelungen, über die „Belastung im Kopf“ zu bedenken.

Was will der Sportler in diesem Jahr erreichen? „Die Titelverteidigung“, sagt Jurek Osinski. Qualifizieren muss sich der Deutsche Meister als Inhaber des Titels nicht für die Teilnahme. Er will sich auf den Wettbewerb Ende Juni in Ludwigshafen aber gut vorbereiten. Verständnis von Seiten der Familie für sein Hobby kann Jurek Osinski auch in diesem Jahr gut gebrauchen. Seine Nichte will heiraten – wohl ausgerechnet am wichtigen Wettkampftag, hat er inzwischen erfahren.

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