Zwingenberg

Lebendiges Museum Geschichtsverein kochte wieder Latwerge

150 Kilo Zwetschgen zu Mus verarbeitet

Archivartikel

ZWINGENBERG.Mit Handarbeit wie in guten alten Zeiten, so wird alljährlich in Zwingenberg in ganz großer Form die Tradition des Latwerge-Kochens, also der Zwetschgenmuszubereitung, am Leben erhalten. Möglich macht dies der Geschichtsverein. Am jüngsten Wochenende war es wieder soweit. Im Museum wurden rund 150 Kilogramm Zwetschgen verarbeitet.

Schon am Freitag hatten die Ehrenamtlichen das Obst entkernt. Am Samstag kam dies dann zunächst mit Zucker und Kandis in Brätern in einen Holzofen. Anschließend galt es, die dort entstandene Masse in einem großen, gleichfalls mit Holz geheizten, massiven Bottich, unter ständigem Rühren über viele Stunden dick einzukochen. Dampfend, brodelnd und blubbernd entstand so mit Geduld ein leckerer Brotaufstrich wie zu Großmutterszeiten, der unter anderem im Rahmen des „Lebendigen Museums“ am Sonntag verkauft wurde. Aus dem großen Kessel heraus spritzte es heftig, die Fenster in dem kleinen gekachelten Raum auf dem Museumsgelände waren deshalb mit Folie abgeklebt, und für die Helfer war das Tragen von Schürzen Pflicht. Der Geschichtsverein führte Regie, brachte sich mit ein und bekam tatkräftig Unterstützung von mehreren Flüchtlingen, die sich immer wieder und gerne in die Arbeit des Vereins einbringen. thz

Info: Fotostrecke im Internet: www.bergstraesser-anzeiger.de

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