Zwingenberg

Wegzeichen Für Träume und Ziele sollte man kämpfen und nicht leichtfertig aufgeben

Aufgaben sorgfältig auswählen

Jeder Mensch hat Träume und wichtige Ziele vor Augen. Sie alle sind etwas, für das es lohnt, sich einzusetzen. Vieles jedoch wird nicht erreicht, auch wenn manchmal alles dafür getan wird. Viele neigen dazu, schon bei kleinen Herausforderungen einfach aufzugeben.

Eine „Aufgabe“ zu haben und das „Aufgeben“ liegen eng beieinander. In beiden ist das Wort „geben“ enthalten, das seinen Ursprung im Germanischen hat. Es bedeutet, etwas zu reichen, zu schenken oder zu überlassen. Ich kann anderen eine Aufgabe stellen, die sie dann bewältigen sollen. Oder ich gebe eine Bestellung ab. Manche stehen plötzlich vor einer großen Aufgabe, die anderen fühlen sich den ihnen gestellten Aufgaben nicht gewachsen.

Und schließlich gibt es diejenigen, die bewusst aufgeben, weil sie sich von etwas trennen, weil sie etwas auflösen oder auf etwas verzichten wollen. Nur, wer etwas hat, für sich zuvor etwas auswählt und ergriffen hat, kann irgendwann auch etwas abgeben. Schenken und abgeben können nur die, die sich zuvor etwas zu eigen gemacht haben. Wir sprechen auch von einer besonderen „Gabe“, wenn Menschen etwas haben, von dem andere profitieren.

Anderen Aufgaben stellen zu dürfen, setzt Autorität voraus. Manches gilt als „von Gott gegeben“, manch anderes von Lehrern und Vorgesetzten auf die Aufgabenliste gesetzt. Sich diesen oder auch eigenen gesetzten Aufgaben zu stellen, wird als Größe betrachtet. Dabei aber irgendwann aufzugeben, gilt allgemein als Schwäche.

Dabei ist Aufgeben manchmal auch der bessere Weg. Er bedeutet nicht gleich, gescheitert zu sein. Ich habe wenigstens etwas versucht, vielleicht aber auch erkannt, dass der Weg zu meinem Ziel oder zur Verwirklichung des Traumes nicht funktioniert hat. Aufgaben müssen wohl gewählt werden. Und wer etwas aufgibt, und sich damit von Belastendem trennt, ist klug beraten. Aus Bequemlichkeit oder Angst das fallen zu lassen, was man sich selbst als große Lebensaufgabe gesetzt oder als besondere Gabe erkannt hat, wäre jedoch fatal. So mancher gibt bereits auf, wenn andere die persönlichen Absichten oder Ziele nur in Frage stellen. Anstatt alles gleich fallenzulassen, gilt es, das Ziel und die Wege dorthin erst einmal abzuwägen und gegebenenfalls neu auszurichten.

Nur mit immer wieder neuen Entscheidungen können am Ende Träume wahr und Großes erreicht werden. Der Mensch hat, egal was er tut, immer mehr Möglichkeiten, als er denkt.

Ein Weg findet sich fast immer. Gut, wenn es der Beste ist. Wer ihn leichtfertig wieder aufgibt, überlässt ihn damit vielleicht anderen. So gilt meist: Weitermachen, anstatt aufgeben. Sich den wesentlichen Aufgaben zu stellen, anstatt immer gleich aufzugeben, macht jedenfalls das Leben selbstbestimmter und erfüllter – das eigene und das der anderen.

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