Zwingenberg

Holocaust-Gedenktag Rembert Boese referiert am 27. Januar über Schwester Theodolinde Katharina Katzenmaier

Aus der KZ-Hölle in den Einsatz für Christus

Zwingenberg.Am 27. Januar, Montag, 19 Uhr, wird Rembert Boese im Evangelischen Gemeindehaus in Zwingenberg über Schwester Theodolinde Katharina Katzenmaier referieren. Er hat an ihrer Biografie „Aus der KZ-Hölle in den Einsatz für Christus und Menschenrechte. Zugänge zu Leben und Werk“ mitgearbeitet.

Anlass für den Vortrag ist die Ökumenische Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus am Holocaust-Gedenktag.

Katharina Katzenmaier wuchs in bürgerlichen Verhältnissen in Heppenheim auf. Nach dem Besuch des Instituts der Englischen Fräulein – heute Liebfrauenschule in Bensheim – absolvierte sie in Freiburg ein Seminar für Seelsorge und Religionsunterricht. Am 21. Juli 1943 wurde sie verhaftet, weil sie im Unterricht Euthanasie als Mord bezeichnet und Zweifel am Endsieg Hitlers geäußert.

Im Verhör sollte sie dazu bewegt werden, den kirchlichen Beruf aufzugeben und sich zum Nationalsozialismus zu bekennen. Sie blieb standhaft, wurde in Saarbrücken interniert und im Oktober 1943 ins Konzentrationslager (KZ) Ravensbrück deportiert. Als Gefangene mit der Häftlingsnummer 24295 erfuhr sie alle Schrecken des Konzentrationslagers: Hunger, Krankheit, Folter, Angst, Kälte, katastrophale sanitäre Zustände – dem Tod näher als dem Leben. Ende April 1945 wurde das Lager aufgelöst und die Häftlinge auf den Todesmarsch Richtung Westen gezwungen. Mitte September 1945 kam Katharina Katzenmaier in Heppenheim an – nach fünf Monaten und 600 Kilometern Landstraße unter schwierigsten Bedingungen. red

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