Zwingenberg

Stadtrundgang Die Anliegerbeiträge werden nicht abschnittsweise, sondern erst nach Fertigstellung des gesamten Projekts abgerechnet

B 3-Sanierung: Fortsetzung ab März 2019

Archivartikel

Zwingenberg.Noch regelt eine Ampelanlage den Verkehr im Kreuzungsbereich B3/K67 beim Rewe-Markt, der dort in den vergangenen Monaten errichtete Kreisverkehrsplatz sieht – zumindest für den Laien – aber fertiggestellt aus. Bürgermeister Holger Habich geht davon aus, dass die Lichtzeichenregelung in Kürze abgebaut wird, zumindest war das der Sachstand beim Rundgang zu wichtigen Stadtentwicklungsprojekten, zu dem der Rathauschef gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteherin Birgit Heitland am vergangenen Samstag eingeladen hatte.

Europaweit ausgeschrieben

Über den Start auf dem Melibokusparkplatz, der nun doch nicht bebaut werden soll, und die Absicht des Bürgermeisters, auf dem benachbarten Bauhofareal möglicherweise „günstigen Wohnraum“ schaffen zu wollen, haben wir bereits berichtet. Am Kreisel angelangt informierte Habich die Teilnehmer des Stadtrundgangs dann über die Zeitplanung für die weitere Sanierung der Bundesstraße, für die der Startschuss bekanntermaßen mit den Bauarbeiten im Bereich zwischen der Ortsgrenze Auerbach/Zwingenberg und dem Rewe-Markt gegeben wurde und die jetzt als zweitem Abschnitt mit dem Kreisel-Bau fortgesetzt wurde.

Frühestens im März 2019 sollen dann die Arbeiten am Abschnitt zwischen dem Kreisel und dem B3-Abzweig Alsbacher Straße beginnen. Über die Bauzeit sowie die Bauabschnitte, in die die Strecke zerlegt werden wird, sowie die sich daraus ergebenden Umleitungen konnte der Bürgermeister noch nicht informieren, denn die Ausführungsplanung ist noch nicht erfolgt.

Die Stadt, die in Absprache mit Hessen Mobil – den Straßen- und Verkehrsmanagern des Bundes – den zunächst letzten und größten Abschnitt der B3-Sanierung auf Zwingenberger Boden selbst organisiert, hat mit der Erstellung der besagten Planung das in Auerbach ansässige Büro Schweiger & Scholz beauftragt. Der Auftrag musste europaweit ausgeschrieben werden, merkte Habich zufrieden an, dass letztlich aber dann doch ein nur wenige Kilometer entferntes Planungsbüro das Rennen gemacht hat, mit dem man bereits mehrfach vertrauensvoll und erfolgreich zusammengearbeitet habe.

Erst wenn die Planung steht und mit „den Tausenden von Fachbehörden abgestimmt ist“ könne eine zuverlässige Information der Bürger erfolgen, sicherte Habich zu, dass dann umgehend eine Informationsveranstaltung terminiert wird. Auch während der Bauphase wolle man mit den Bürgern in engem Kontakt bleiben:

Auf der Webseite der Stadt sollen zum Beispiel „Frequently Asked Questions“ (FAQ) beziehungsweise die Antworten auf „häufig gestellte Fragen“ veröffentlicht werden. Wer sich wegen der B3-Sanierung ans Rathaus wenden möchte, der kann das dann mittels einer (noch nicht benannten) E-Mail-Adresse tun. Außerdem soll eine wöchentliche Bürgersprechstunde eingerichtet werden.

Anliegerbeitrag von 50 Prozent

Fragen zu den Kosten, die auf die Anwohner zukommen, konnte der Rathauschef beim Stadtrundgang am Samstag nicht beantworten. Was allerdings feststeht: Beteiligt werden die Anwohner an den Kosten für die Modernisierung der Gehwege, also dem städtischen Anteil des Projekts B 3-Sanierung, zu 50 Prozent.

In der Kommunalpolitik war eine Debatte darüber geführt worden, ob die Beteiligung – wie bei der Modernisierung der Alsbacher Straße – mit 25 Prozent erfolgen soll oder vielmehr kann. Durch eine Nachfrage beim Hessischen Städte- und Gemeindebund fühlt sich der Magistrat jedoch in seiner Auffassung bestärkt, dass eine 50-prozentige Beteiligung erfolgen müsse. Die Beteiligung der Anwohner der Alsbacher Straße mit nur 25 Prozent sei ein (nicht mehr rückgängig zu machender) Fehler gewesen.

Fest steht ebenfalls: Abgerechnet wird nicht in Bauabschnitten, sondern erst nach Fertigstellung der Gesamtmaßnahme. Mutmaßlich werden also die Kostenbescheide an die Grundstückseigentümer entlang der B3 zwischen der Ortsgrenze Auerbach/Zwingenberg und dem Abzweig Alsbacher Straße frühestens im Jahr 2020 verschickt, denn früher wird die Sanierung auf gar keinen Fall abgeschlossen sein. Realistisch ist eine Fertigstellung aber wohl erst im Jahr 2021.

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