Zwingenberg

Kommunalpolitik CDU-Fraktion radelte durch Zwingenberg und Rodau und machte an verschiedenen Stationen Halt

Blumen und Fahnen für den Kreisel

Zwingenberg.Kein Platten, keine heruntergesprungene Kette und auch kein Achter im Vorderrad: Technische Pannen gab es keine bei der diesjährigen Sommertour der Zwingenberger CDU-Fraktion. Aber einige Haltestellen, die für kommunalpolitischen Gesprächsstoff sorgen. Knapp zwölf Kilometer ging es mit 16 Teilnehmern durch die Kernstadt und den einzigen Stadtteil Rodau. Fraktionschef Dr. Andreas Kovar begrüßte unter anderen die Stadtverbandsvorsitzende und Stadtverordnetenvorsteherin Birgit Heitland, den Rodauer Ortsvorsteher Horst Hölzel und Bürgermeister Holger Habich.

Sicherheit für Radfahrer: Der Radweg zwischen Kernstadt und Rodau bleibt vorerst wohl dunkel. Bereits vor zwei Jahren wurde eine Idee der Sozialdemokraten, die Strecke mit Straßenlaternen zu versehen, vom Magistrat als zu teuer (man sprach von rund 280 000 Euro) zurückgewiesen. Auch die CDU hatte das Thema bereits vor Jahren auf den Tisch gebracht, doch die Kosten machten auch hier einen Strich durch die Rechnung.

Dass vor gut einem Jahr die Lampe an der Zu- und Abfahrt der A 5 einem Unfall zum Opfer gefallen ist und seither von Hessen Mobil nicht mehr aufgebaut wurde (Argument: kein Bestandsschutz), macht die Situation vor Ort noch brisanter. Vor allem abends und nachts sei eine Querung nicht ungefährlich, so ein Radfahrer vor Ort. Auch die Breite des Radwegs über die Autobahnbrücke wurde diskutiert.

Freie Fahrt im Kreisel: Die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Verkehrsknotens B 3/K 67 sind bis auf wenige Arbeiten abgeschlossen. Seit knapp vier Wochen fließt der Verkehr. Der Umbau der bis dato ampelgeregelten Kreuzung zu einem Kreisverkehrsplatz erfolgte im Rahmen einer Gemeinschaftsmaßnahme von Hessen Mobil, dem Kreis Bergstraße und der Stadt Zwingenberg. Die Kommune trug 345 000 Euro der insgesamt 1,14 Millionen Euro Kosten.

Die Baumaßnahme begann im August 2017 und war in drei Bauabschnitte unterteilt. Und sie sorgte für allerhand Gesprächsstoff: Die Baustellenampel führte in Spitzenzeiten zu langen bis astronomischen Wartezeiten durch Schlangenbildung. Die CDU sei froh, dass die Maßnahme an dieser Stelle nahezu abgeschlossen ist, sagte Andreas Kovar.

Bürgermeister Habich informierte vor Ort, dass der Kreisel ab Herbst mit Blumen bepflanzt werden soll. Und zwar vor allem mit Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen. Außerdem ist geplant, den Platz mittig mit Fahnen der Partnerstädte Brisighella, Pierrefonds und Tetbury zu verschönern. Auch ein Hinweis auf die Cittaslow-Bewegung – Zwingenberg ist seit kurzem „Familienmitglied“ – sei denkbar, so der Rathauschef.

Der nächste Bauabschnitt – die Sanierung und Umgestaltung der B3-Strecke vom neuen Kreisverkehr bis zum Abzweig Alsbacher Straße (L 3100) – soll im Frühling 2019 beginnen. „Da werden sich einige Geschäftsinhaber noch ganz schön umgucken“, so ein Zwingenberger. Vollsperrungen sind dann nicht ausgeschlossen. Über die genaue Planung sollen die lokalen Gremien im Spätherbst informiert werden.

Gelungener Güterbahnhof: Die Entwicklung des Areals wird von der CDU als gelungen kommentiert. Auch der Bauern- und Handwerkermarkt im Rahmen des Weinfestes habe durch eine Einbeziehung des Geländes südlich der ehemaligen Markthalle gewonnen, sagte Andreas Kovar. Die Fußwegeverbindung zur Anbindung des Bahnhofs beziehungsweise der Bahnhofstraße an die südlich gelegene Scheuergasse und die Planung, den alten Güterschuppen als Fahrradgarage auszubauen, fanden auch bei der Sommertour viele positive Kommentare. Auch, wenn man bezüglich der Schönheit und Erhaltenswürdigkeit des Schuppens vom Ende des 19. Jahrhunderts nicht einer Meinung war. Was für den einen ein lokalhistorisch markantes Bauwerk darstellt, ist für andere ein abbruchreifes Relikt.

Da die entsprechenden Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm bewilligt sind, soll demnächst ein Planer mit dem Projekt beauftragt werden, so der Bürgermeister. Holger Habich ging auch auf die dort vorhandenen Mulden auf dem ungepflasterten Teil des Areals ein, die manchen Mitradler an eine unvollendete Baumaßnahme erinnerten: Die miteinander vernetzten Senken dienen einer naturnahen Abführung des Regenwassers zur Entlastung des Kanalsystems. Dies funktioniere bislang sehr gut, so Habich weiter. Dass auf dem Gelände ausschließlich Obstbäume und –Sträucher gepflanzt wurden, ist eine fruchtige Reminiszenz an die historische Nutzung der benachbarten Halle.

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