Zwingenberg

„Die größten Irrtümer“: Täter kommen immer nachts

Archivartikel

Der Einbrecher kommt mit Sturmhaube, Taschenlampe und großer Brechstange: ein falsches Bild, das eher in den Fernsehkrimi gehört.

Mit solchen Drohbildern lassen sich zwar gut teure Alarmanlagen verkaufen, so Christel Shelton, doch mit der Realität habe das wenig zu tun. Der klassische Einbrecher wirkt unauffällig und „normal“.

Einbruchwerkzeug Nummer eins ist ein kompakter Schraubenzieher, mit dem Fenster aufgehebelt werden. Die üblichen „Dienstzeiten“ sind keineswegs nachts, über 60 Prozent der Delikte passieren am helllichten Tag, meist in der Dämmerung. Ein weiterer Irrtum sei, dass Einbrecher immer männlich sind. Der Anteil der Frauen, Jugendlichen und Kinder sei nicht zu unterschätzen. Diese fallen in der Regel nicht auf, weil sie nicht dem gängigen Täterbild entsprechen.

Auch, wer sich allein auf seine Versicherung verlässt, verkenne den Ernst der Lage: „Der Schaden, der im Kopf passiert, wird Ihnen nicht abgenommen.“ Etwa jedes fünfte Opfer verlässt nach einem Einbruch anschließend sein Haus oder seine Wohnung aufgrund psychischer Belastungen. „Das ist eine Form von Nestbeschmutzung, die bleibt“, so die Hauptkommissarin. tr

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel