Zwingenberg

Das geistliche Wort Dank ans Pflegepersonal in Corona-Zeiten

„Du bist mein Ruhm“

Meinen Geburtstag habe ich in diesem Jahr im Krankenhaus verbringen „dürfen“. Tür und Tor waren verschlossen. Wahrhaft kein erstrebenswerter Zustand. Es war Coronazeit. Die Ärzte diagnostizierten kurzfristig einen Sprachmischmasch meinerseits, umgangssprachlich Kauderwelsch.

Das fiel mir wieder ein, als ich das Motto für den kommenden Sonntag las: „Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen“ (Jer. 17, 14).

Es spricht Jeremia der Prophet. Er lebte im 7. Jahrhundert vor Christus. Die Bewohner seines Heimatortes Anatot haben einen Mordanschlag auf ihn geplant. Jeremia befindet sich in einer verzwickten Lage. Er erhofft sich Hilfe von Gott, von dem er in den höchsten Tönen singt: „Du bist mein Ruhm“.

Vielleicht geht es dem einen oder anderen ebenso: Das eigene Leben scheint verzwickt, da gibt es kein Rein und Raus, nur Schimpf und Schande. Klage über Klage, Weinen und Wimmern.

Das Schreien in der Not öffnet Tür und Tor, lässt aufhorchen, macht Genesung möglich.

Dann ist Zeit zum Jubeln und Lobsingen. Dann können wir einstimmen in den Gesang des bedrohten Propheten: „Du bist mein Ruhm“.

Den Ärzten und Pflegern, den Frauen und Männern hinter den Coronascheiben gilt mein Dank, aber natürlich auch den vielen, die vor verschlossenen Türen standen, als sie ihre Angehörige besuchen wollten. Gott sei Dank!

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