Zwingenberg

Großeinsatz Drei Leichtverletzte und mehrere Hunderttausend Euro Sachschaden nach Detonation im „Alten Graben“

Garage durch Gasexplosion komplett zerstört

Zwingenberg.Drei Leichtverletzte sowie ein Sachschaden von – nach ersten Schätzungen – mehreren Hunderttausend Euro sind die Folgen einer Explosion in Zwingenberg, bei der am Freitagabend eine Garage an der Straße „Im Alten Graben“ komplett zerstört worden ist. Auch das direkt angrenzende Wohnhaus sowie weitere Gebäude und Fahrzeuge wurden nach Polizeiangaben zum Teil erheblich beschädigt. Ursache der Explosion soll austretendes Gas gewesen sein, das sich entzündet hat. Ein Fachkommissariat der Polizei hat am Samstag die Ermittlungen aufgenommen.

Auto von Druckwelle erfasst

Bei den leicht verletzten Personen handelt es sich um zwei Bewohner des an die Garage angebauten Wohnhauses sowie einen Autofahrer, der zum Zeitpunkt der Explosion – die Einsatzkräfte wurden um 20.34 Uhr alarmiert – mit seinem Pkw die Straße „Im Alten Graben“ befuhr und von der Druckwelle erfasst wurde. Wie stellvertretender Stadtbrandinspektor Karl Heinz Zecher berichtet, wurde das Auto für Bruchteile von Sekunden in die Höhe gehoben, so dass der Fahrer eine leichte Gehirnerschütterung erlitt.

Zwei Notärzte und acht RTW

Zur medizinischen Versorgung der Verletzten hatte die Leitstelle Bergstraße vorsorglich zwei Notärzte und die Besatzungen von acht Rettungswagen ins älteste Bergstraßenstädtchen geschickt. Darunter waren auch Kräfte des örtlichen DRK unter der Einsatzleitung von Bereitschaftsleiter Udo Bächer. Nach Zwingenberg beordert wurden auch Mitarbeiter der Notfallseelsorge Bergstraße.

Die Freiwillige Feuerwehr Zwingenberg wiederum war unter Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Reiner Schellhaas und Karl-Heinz Zecher mit 30 Rettern ausgerückt und hatte im Laufe des Einsatzes auch die Kollegen des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Bensheim um Unterstützung gebeten. Während die Wehr den Einsatzort absperrte und ausleuchtete, begannen die Helfer des THW unter der Leitung von Sascha Stein mit Räum- und Sicherungsarbeiten an den durch die Explosion beschädigten Gebäuden. Ein Mitarbeiter des Energieversorgers GGEW AG hatte zuvor die Gaszufuhr unterbrochen.

Wie DRK-Bereitschaftsleiter Udo Bächer in einer Pressemitteilung feststellt, handelte es sich bei dem Einsatz am Freitagabend um den 125. Einsatz der sogenannten First-Responder-Einheit des örtlichen Roten Kreuzes.

Diese Einheit wurde mit Blick auf die Erneuerung der Bundesstraße 3 und die damit einhergehende Vollsperrung im August 2019 ins Leben gerufen, um bei medizinischen Notfällen schnell reagieren zu können. Alleine in diesem Jahr mussten die Ehrenamtlichen der First-Responder-Einheit bereits 73 Mal ausrücken.

DRK in der FFW-Einsatzzentrale

Am Freitagabend waren die Retter des DRK Zwingenberg während des fast vier Stunden währenden Einsatzes nicht nur am Explosionsort präsent, sondern sie richteten auf der B 3 im Bereich Heidelberger Straße/Wiesenstraße einen Bereitstellungsplatz für die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes ein. Überdies übernahmen DRK-Mitglieder den Dienst in der Feuerwehr-Einsatzzentrale im Gerätehaus am Gießer Weg. Bächer: „Diese Zusammenarbeit funktioniert schon seit über zwei Jahren sehr gut. Ausgewählte und ausgebildete DRK-Mitglieder können bei größeren Notfällen in der Feuerwehrzentrale die Einsätze abarbeiten dokumentieren. Das unterstreicht einmal mehr die sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und dem DRK.“

Vor Ort über informierten sich am Freitagabend auch der Zwingenberger Bürgermeister Holger Habich und Robert Gölz, Kreisbrandmeister vom Dienst, über Schadenslage und Rettungsarbeiten. ots/red/mik

Info: Fotos und Video im Internet: www.bergstraesser-anzeiger.de

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