Zwingenberg

Stadtparkustik Kühle Temperaturen machten dem Festival nur leicht zu schaffen / Programm noch bis Sonntag

Gute Stimmung trotz des Kaltstarts

Zwingenberg.13 Grad im Juni sind nicht wirklich verlockend. Schon gar nicht für ein Open Air. Das zehnte Zwingenberger Stadtparkustik-Festival hatte am Mittwoch mit wetterbedingten Startschwierigkeiten zu kämpfen. Die Besucher tröpfelten, anstatt zu strömen. Wenigstens regnete es nicht.

Trotz des Kaltstarts in die Freiluftsaison hat sich das Showmaker-Team um Harry Hegenbarth nicht die Laune vermiesen lassen. Die gegen 18 Uhr noch wenigen Gäste genossen das Bühnenprogramm – und wurden durchaus mehr. Mit der Big Round City Band aus Groß-Umstadt begann der Abend mit unkompliziertem Swing und Easy Listening Jazz ohne Scheuklappen. Mit Songs wie „Walking on Sunshine“, „I’m so Excited“, „Seven Nation Army“ und Mark Forsters „Sowieso“ bewies die Formation stilistische Offenheit und Spielfreude auch vor einem ziemlich dünnen Publikum.

Der erste Festivaltag begann aber bereits um 15 Uhr mit einem schönen Kinder-Varieté mit Artisten wie Axel S. und Andrea Engler, bevor Clown Picc eine kurzweilige Show auf die Beine stellte. Unter dem Namen „Der Ramschladen“ präsentierten sich Vladimir Vambolt und seine Band-Kollegen Christian Hansel und Christian Käsler. Ein Sound aus vielen Instrumenten und multiplen musikalischen Einflüssen, den die drei Hessen als „akustische Poesie“ bezeichnen.

Mit der Formation Rivers begann ab acht das klassische Abendprogramm, ausgarniert mit Lichtern auf der Stadtparkwiese, wo sich die meisten Zuhörer auf Bänken und Liegen niedergelassen hatten. Die Picknickdecke war am Mittwoch nur die zweite Wahl. Die vier Musiker von Rivers spielten bereits bei Maiway eine Mischung aus Grunge, Pop und Punk. Energiegeladen, muskulös und dennoch melodiös und eingängig. Mit Hits von Bon Jovi und anderen Popgrößen kam DNS diesmal in abgespeckter Besetzung mit akustischen Instrumenten. Ein leiser Sound aus Gitarren und Gesang, der das Festival in sein erstes Tagesfinale begleitet hat.

Günstige Wetterprognosen

Mit über 20 Bands und einem täglichen Kinderprogramm setzt das Festival auf ein bewährtes Konzept. Livemusik auf der Wiese, mit Decke unterm Allerwertesten und Kulturbecher in der Hand (einmalig vier Euro). Allerdings hat sich das kulinarische Begleitangebot deutlich verändert – und das nicht zum Schlechten. Neben Edel-Eis gibt es afghanische Spezialitäten und hessische „Tabbas“ sowie eine kleine Früchtetheke und selbstgemachte Pizzakissen.

Wenn die Wetterprognosen stimmen, darf sich das Festival bis ins Finale am Sonntag bei Temperaturen von um die 25 Grad sonnen. Vielleicht bleiben die Schirme ja bis zum Schluss zugeklappt. tr

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