Zwingenberg

Das geistliche Wort Gedanken über ernüchternde Fragen und unerwartet Wunderbares

Herausforderungen in einer spannenden Zeit

„Mal sehen, was morgen ist, da kann wieder alles anders sein!“ Von Hausleitungen in Seniorenheimen, Krankenpflegekräften, Lehrenden und vielen anderen, die noch arbeiten gehen können, ist dieser Satz zur Zeit regelmäßig zu hören.

Auch im privaten Bereich sind wir so gestimmt, wissen wir doch heute noch nicht, ob oder wann neue Regeln im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erlassen werden. Manche unserer Planungen, die doch sonst in der Zeit vor Weihnachten unerlässlich scheinen, sind auf Eis gelegt. Es bleibt offen, wie die Feiertage begangen werden können, und auf welche Weise Familientreffen möglich sein werden.

Zweifellos ist es anstrengend, sich häufig und in kurzen Abständen auf veränderte Situationen neu einstellen zu müssen. Um flexibel zu sein, tut ein einigermaßen sicherer und festgelegter Rahmen gut; er gibt uns das Gefühl, die Dinge in der Hand zu haben.

Mir geht das auch so. Trotzdem meldet sich in meinem Innern seit Beginn dieser schwierigen Zeit in der Pandemie regelmäßig eine Stimme, die mir sagt: „Alles kann anders sein – ist doch immer!“ Unzählige Stellen der Bibel sprechen doch genau davon, von Zeiten der Unklarheit und ernüchternden Fragen, aber auch von unerwartetem Wunderbaren.

Wer weiß, ob der reiche Mann morgen noch die großen neu erbauten Scheunen für sein Getreide wird nutzen können (vgl. Lukas 12)? Der Wind bläst über unser Leben und trägt manches fort, woran wir hängen (vgl. Kohelet). Und doch: Nach 40 Jahren ist die Wüstenzeit des Volkes Israel zu Ende… Als die Zeit erfüllt war, ist Gottes Sohn in die Welt gekommen und mit ihm das Reich Gottes angebrochen (vgl. Galater).

Anders als geplant oder gedacht gilt damals wie heute. Wir sind herausgefordert, in diesem Gespanntsein zu leben, in dem Pläne trotz all ihrer Vorläufigkeit zwar wichtig und nötig sind, genauso aber auch Offenheit für das „Anders“ und ,wenn wir können, Hoffnung auf das „Leben in Fülle“, das Christus für uns will.

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