Zwingenberg

Initiative Suche nach Wohnung für Flüchtlingsfamilie dauert an

Kann Zeynab doch bleiben?

Zwingenberg.Das Schicksal der Zwingenberger Grundschülerin Zeynab, die mit ihrer Familie von Afghanistan nach Deutschland geflüchtet ist und die jetzt aus dem ihr vertraut gewordenen Zwingenberg nach Lorsch umziehen soll (wir haben berichtet), bewegt die Menschen: So auch den Vater einer Mitschülerin der Drittklässlerin, der sich auf die Suche nach einer geeigneten Wohnung in Zwingenberg gemacht hat, wie Claudia Groh vom Arbeitskreis Asyl auf Anfrage des BA zu berichten wusste. Der Mann ist Mitarbeiter eines bundesweit tätigen Wohnungsunternehmens, das auch im ältesten Bergstraßenstädtchen Sozialwohnungen verwaltet. Und zurzeit steht eine Wohnung des Unternehmens leer.

Hürden überwinden

Auch das Rathaus ist in die Suche nach einer Lösung eingebunden, wie Bürgermeister Holger Habich bestätigte: Sozialamtsmitarbeiter Peter Jander unterstützt bei dem Versuch, eventuelle bürokratische Hürden bei der Vergabe der besagten Sozialwohnung zu überwinden.

Zum Hintergrund: Zeynab soll mit ihrer Familie nach Lorsch in eine Unterkunft für Flüchtlinge umziehen, weil die zurzeit in Zwingenberg genutzte Wohnung künftig einer sechsköpfigen Familie aus Syrien als Domizil dienen soll. Der Grund dafür: Die auf Afghanistan stammende Familie von Zeynab wohnt zwar schon seit zweieinhalb Jahren in Zwingenberg, besitzt aber kein Bleiberecht und muss mit ihrer Abschiebung rechnen. Die Flüchtlingsfamilie aus Syrien wiederum hat einen Bleiberechtsstatus und muss von der Stadt untergebracht werden.

Mitschüler, Lehrer und Nachbarn sammelten 149 Unterschriften für den Verbleib der Familie und übergaben sie an Rathauschef Habich. Wir werden weiter berichten. mik

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