Zwingenberg

„Licht an und das Auto vor die Tür!“: Abwehrstrategien

Archivartikel

Es muss keine große Alarmanlage sein: Auch mit kleinen Maßnahmen bringt man potenzielle Einbrecher dazu, ihr Vorhaben zu überdenken.

Klassiker ist der beleuchtete Wohnraum. Ein Langfinger kann bewohntes Haus und einsame Zeitschaltuhr von außen nicht unterscheiden und sich zwei Mal überlegen, ob er den Einstieg wagen soll. Denn die meisten Täter streifen durch Wohngebiete und schauen, wo jemand zu Hause ist oder nicht. Im Zweifel gehen sie meistens weiter.

Ein dunkles Haus mit heruntergelassenen Rollläden und überlaufendem Briefkasten ist eine überzeugende Einladung zum Hausbesuch. Ein Fahrzeug vor der Tür täuscht während des Urlaubs Anwesenheit vor. Tipp der Polizistin: Wer mit dem Auto wegfährt, lädt einen Nachbarn ein, den Parkplatz zwischenzeitlich zu benutzen. „Darüber freut sich immer einer.“ Das Abschließen der Tür ist der sicherste Reflex, um Einbrechern das Leben zu erschweren. Ansonsten ist die Pforte innerhalb weniger Sekunden beinahe lautlos geöffnet. Darüber hinaus bieten moderne, einbruchsichere Fenster einen maximalen Schutz gegen ungebetene Gäste.

Ein abschließbarer Fenstergriff ist gut, aber allein nicht ausreichend, so Christel Shelton bei ihrem Vortrag. Kellerfenster sollten vergittert sein. „Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster.“ Das heißt: Die Versicherung winkt ab.

Ebenso bei der nicht versperrten Haustür. Am meisten (über 50 Prozent der erfassten Fälle) gelangen Täter über die Terrassentür ins Haus.

Die ist von ihrer Bauart her auch nichts anderes als ein bodentiefes Fenster – und daher einfacher zu öffnen als eine Tür mit Schloss. tr

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