Zwingenberg

Remise Ausstellung mit Bildern von Ulla Geiß und Andreas Göhde

Mit leichter Hand und präzisem Blick

Zwingenberg.Wiesen an der Bergstraße, Winter am Walchensee und Sonnenblumen im Schnee. Zu den idyllischen Impressionen von Ursula Geiß gesellen sich in der Zwingenberger Remise romantisch verklärte Ansichten aus Korsika, die Andreas Göhde bei seiner jüngsten Reise mitgebracht und in atmosphärisch reizvolle, mystisch anmutende Motive übersetzt hat.

Ideale Werkschau zur Jahreszeit

Über 50 Arbeiten beider Maler sind bis 28. Juli im Alten Amtsgericht zu sehen. Eine Gemeinschaftsausstellung, mit der die Kunstfreunde Bergstraße eine ideale Werkschau zur Jahreszeit konzipiert haben. Die warmen und farbenreichen Kompositionen vermitteln einen positiven Eindruck von der Schöpfung und der kreativen Entwicklung beider Maler.

„Kunst kommt von Können, aber auch von Herzen“, sagte Andreas Göhde (74) vor etlichen Gästen bei der Vernissage am Samstag, die von Uwe Sator an der Gitarre den Motiven entsprechend zart begleitet wurde. Göhde und Geiß verbindet nicht nur die Kursteilnahme beim freischaffenden Künstler Harald Böhm, sondern auch eine poetische und distinguierte Bildsprache, die sich in den letzten Jahren noch zusehends verfeinert hat.

Ursula Geiß ist in Jugenheim geboren und hat in Bensheim ihre Schulzeit verbracht. 1977 bereits stellte sie auf Schloss Heiligenberg erstmals aus, drei Jahre später folgte ihr Debüt in Zwingenberg. Mit leichter Hand und präzisem Blick konzentriert und reduziert sie prägnante Motive in wenigen Strichen auf ihr Wesentliches. Schwungvolle Linien und große Farbflächen abstrahieren die Realität und schenken ihr expressionistische Noten und eine dynamische Textur.

Andreas Göhde, aufgewachsen in Verden an der Aller, zog 1955 nach Darmstadt, wo er unter anderem als Schriftsetzer und Gründer einer Werbeagentur gearbeitet hat. Seine Landschaftsbilder und Stillleben zeigen eine märchenhafte, bisweilen rätselhafte und magische Note, die den Betrachter schnell in ein Motiv hineinzuziehen vermag. Die bergige Mittelmeerinsel Korsika mit ihren zerklüfteten Gipfeln und den dichten Wäldern hat er aus vielen unterschiedlichen Perspektiven und sicherlich auch emotional beeinflussten Impulsen heraus porträtiert. Eine Liebeserklärung in Farben, die einen Großteil der Zwingenberger Ausstellung ausmacht.

Die Werkschau ist bis 28. Juli samstags von 14.30 bis 18 Uhr und sonntags von elf bis 18 Uhr geöffnet.

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