Zwingenberg

Hauptversammlung Trägerverein Pro Kind diskutiert über weitere Ausrichtung der Kleinkindbetreuung

Neue Konzepte für Zukunft der Zwingenberger Zwerge gesucht

Zwingenberg.Die Zukunft von Pro Kind steht zur Diskussion. Bei der Jahreshauptversammlung hat der Vorstand eine offene Debatte über die künftige Aufstellung des gemeinnützigen Vereins angestoßen.

Ziel ist eine frühzeitige Weichenstellung, bei der die Strukturen und Zuständigkeiten für die kommenden Jahre auf den Weg gebracht werden.

Anforderungen sind gestiegen

Ob die Kinderbetreuung Zwingenberger Zwerge weiterhin unter einer ehrenamtlichen Trägerschaft organisiert wird, ist derzeit ungewiss. Durch konstantes Wachstum in den Gruppen, gestiegene Anforderungen und die schwierige Suche nach neuen Mitarbeitern im Vorstandsteam habe der Verein eine Grenze erreicht, an der man jetzt konstruktiv über eine Perspektive nachdenken müsse, so Edeltraud Schröder-Bode im Foyer der Melibokushalle.

„Wir sind einer der wenigen freien Träger einer Einrichtung dieser Größenordnung“, betonte die Erste Vorsitzende ein knappes halbes Jahr vor den nächsten Vorstandswahlen im März 2021. Ob sie sich noch einmal zur Wahl stellt, wollte sie noch nicht kommunizieren. Zunächst müsse klar sein, wohin sich der Verein entwickeln wird.

Pro Kind war 2004 aus einer Initiative engagierter Eltern entstanden, die sich bald um qualifizierte Erzieherinnen, ehrenamtlich aktive Bürger und Sponsoren erweitert hat. Gestartet ist der Verein mit der Übernahme einer Kleinkindbetreuung am Vormittag, die sukzessive ausgebaut wurde. Mittlerweile reicht das Leistungsspektrum von der Organisation von Eltern-Kind- und Krabbelgruppen bis hin zur Ganztagesbetreuung von Kleinkindern.

Pro Kind ist außerdem Betreiber des Familienzentrums und war bis Ende Juli 2019 für die Schülerbetreuung an der Melibokusschule zuständig.

Im Verein sind aktuell 20 Mitarbeiter tätig. 40 Kinder werden in vier Gruppen nach einem flexiblen Konzept pädagogisch professionell betreut und gefördert. Das operative Tagesgeschäft muss „nebenbei“ ebenso geschultert werden wie die Angebote im Familienzentrum. „Der geschäftsführende Vorstand steht vor organisatorischen Herausforderungen“, so die Zweite Vorsitzende Daniela Kohl. Es brauche Kontinuität in der Vereinsführung und ein langfristig tragfähiges Konstrukt, um das Erreichte im Sinne der Vereinsidee weiterzuführen.

Den besonderen Geist der Zwerge will man unbedingt erhalten, heißt es. Der Charakter der Einrichtung soll nicht aufs Spiel gesetzt werden.

Drei mögliche Varianten

Aus dem Vorstand wurden bei der Hauptversammlung drei mögliche Varianten ins Spiel gebracht: zum einen die Fortführung unter einem ehrenamtlichen Vorstand mit einer Optimierung beziehungsweise dem Ausbau des hauptamtlichen Verwaltungsteils. Dies würde am Profil des Vereins wenig ändern.

Denkbar sei aber auch ein neuer Träger für den operativen Betrieb. „Und das muss nicht zwangsläufig eine schlechte Lösung sein“, so Edeltraud Schröder-Bode über eine potenzielle Übergabe in andere kompetente Hände. Auch eine Übernahme durch die Stadt Zwingenberg sei eine mögliche Option, so die Vorsitzende, die Bürgermeister Holger Habich für die geleistete Unterstützung dankte.

Aus den Reihen der anwesenden Mitglieder wurde mehrfach der Wunsch geäußert, das Thema noch einmal in der separaten Veranstaltung zu diskutieren und dabei neben möglichen Konzepten auch potenzielle personelle Veränderungen zu besprechen.

Einige bekundeten auch ihr Interesse an einer aktiven Mitarbeit im Verein. Der Vorstand will einen geeigneten Termin finden, um die Zukunft von Pro Kind frühzeitig in geordnete Bahnen zu lenken.

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