Zwingenberg

CDU-Fahrradtour Christdemokraten machten bei ihrer Fahrt durch das Stadtgebiet auch in Rodau halt

Neuer Innenhof für das alte Rathaus

Zwingenberg.Bei ihrer Fahrradtour durchs Stadtgebiet legte die CDU-Fraktion an zahlreichen interessanten Punkten einen Stopp ein. Neben Kreisel, Radweg und Güterbahnhof (wie gestern berichtet) wurde auch am neuen Sportgelände, in Rodau sowie an der Bauhof-Baustelle in Hähnlein Halt gemacht. Bürgermeister Holger Habich hatte sich ebenfalls aufs Rad geschwungen.

Sportlich erfolgreich: Die neue Zwingenberger Sportanlage wurde einhellig gelobt. Für den SV Eintracht sagte Funktionär Reinhold Geierhaas, dass der Club im Kontext des Projekts einen regen Zulauf erlebe: Die Senioren gingen personell wie sportlich gestärkt in die nächste Saison. Aber auch die Jugend ist gewachsen, unter anderem wechselte ein zehnköpfiges Team komplett nach Zwingenberg. „Eine sehr positive Entwicklung“, so der Pressewart.

Die Anlage wurde vor einem Monat offiziell eingeweiht. „Ein Schmuckstück, um das uns andere beneiden“, so der CDU-Fraktionschef, der aber gerne ein paar schattige Plätzchen gesehen hätte. Bürgermeister Habich teilte mit, dass Bäume am Spielfeldrand aufgrund des Laubabwurfs ungeeignet seien. Am Beachvolleyballfeld sollen demnächst zwei große Sonnensegel des Sponsors GGEW installiert werden.

Die finale Abnahme des Geländes mit dem zuständigen Gartenbaubetrieb findet nächste Woche statt. Über die künftige Nutzung der Rasenfläche am Eingangsbereich herrscht bislang noch keine Klarheit. Dort könnten mittel- bis langfristig ein Bolzplatz oder eine kleinere Halle entstehen. Die Idee eines Swimming Pools, die vor Ort geäußert wurde, wurde allgemein begrüßt, war aber eher der allgemein sonnigen Laune unter den Mitradlern geschuldet.

Sattes Grün: Auch in Rodau hat sich der Naturrasenplatz hinter dem Bewegungsparcours wieder sehr gesund entwickelt. Das Grün wird derzeit zwei- bis dreimal die Woche geschnitten und intensiv bewässert. Auf dem sogenannten „Speck-weg-Eck“, das vor einem Jahr eingeweiht wurde, sind nun weitere Fallschutzmatten angebracht worden, so der Rodauer Ortsvorsteher Horst Hölzel auf der sehr gepflegten Anlage, die aus elf Sport- und Fitnessstationen besteht und von privaten Spendern mitfinanziert wurde.

Die Spendenbereitschaft hatte die Erwartungen der Initiatoren um Kurt Schmidt weit übertroffen. Knapp 30 000 Euro kamen zusammen.

Bauhof-Skepsis bleibt: Die CDU Zwingenberg hatte sich früh gegen eine Bauhof-Kooperation mit der Nachbargemeinde Alsbach-Hähnlein ausgesprochen. Dennoch wurde am Montag auch das Areal des interkommunalen Projekts bei Hähnlein angesteuert, wo der Zweckverband Kommunale Dienste (ZKD) Büros und Werkstatthallen baut. Im Frühjahr nächsten Jahres sollen die letzten Bagger abgezogen sein.

Neben der bereits vorhandenen Halle, die Alsbach-Hähnlein noch als erste Etappe für seinen zunächst allein geplanten Bauhof errichtet hatte, entstehen diverse Hallen und Werkstätten für technisches Gerät und den gemeinsamen Fuhrpark der Kommunen. Auch ein Waschplatz für Lkw ist reserviert (wir haben berichtet). CDU-Fraktionschef Andreas Kovar kündigte an, die Zusammenarbeit weiterhin kritisch zu begleiten. Die Union wollte eigentlich dem Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) beitreten und damit die lokalen Strukturen in ein laufendes System integrieren. Nach Ansicht der CDU wäre dies die kostengünstigere Variante gewesen.

Frischzellenkur für Altes Rathaus: Seit 2012 nimmt die Stadt Zwingenberg mit ihrem Stadtteil Rodau am Programm „Dorferneuerung in Hessen“ teil. Mit dem Umbau und der Renovierung des Alten Rathauses im Ortsteil Rodau hat der Magistrat im Februar ein weiteres Vorhaben begonnen. An der Baustelle an der Rodauer Hauptstraße erläuterte Ortsvorsteher Hölzel die Details. Besonders erfreulich sei die Deckung des Dachs mit Biberschwanz-Ziegeln. Die sei zwar etwas teurer, sehe aber sehr schmuck aus. Zumindest aus der Vogelperspektive.

Investiert werden zunächst rund 271 000 Euro, die in das denkmalgeschützte Gebäude und einen barrierefreien Umbau fließen. In einem zweiten Bauabschnitt soll dann der zugehörige Innenhof zu einem dörflichen Treffpunkt umgestaltet werden. Auch ein Sandsteinbrunnen ist vorgesehen. Hierfür wird die Kommune weitere rund 50 000 Euro ausgeben.

Laut Bürgermeister wird der Hof noch im laufenden Jahr gestaltet, da die dafür reservierten Fördergelder nicht auf 2019 verschiebbar seien. Die Zuschüsse aus dem Dorferneuerungsprogramm werden mit etwa 117 000 Euro angegeben.

Das ehemalige Rat- und Schulhaus wurde 1810 als zweigeschossiger Fachwerkbau im spätbarocken Stil errichtet. Es diente bis 1957 seinem ursprünglichen Zweck und beherbergt noch heute einen der ältesten Beetsäle Hessens.

Nach der Schließung der Sparkassen-Filiale wurde das Erdgeschoss zu einer Wohnung umgebaut. Später kamen die Rodauer Vereine mit ihrem Treffpunkt „Babbelstubb“ dazu. tr

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