Zwingenberg

Jahreshauptversammlung SPD-Nachwuchs aus Zwingenberg, Bensheim und Heppenheim zog Bilanz und wählte Vorstand

Philipp Ullmann leitet künftig die Juso-AG

Zwingenberg.Vor gut eineinhalb Jahren hatte sich in Bensheim die Juso-AG Bensheim/Heppenheim/Zwingenberg gegründet. Es war eine Neuorganisation der drei Jahre vorher zusammengeschlossenen Junggenossen aus Bensheim und Zwingenberg. Die Kräfte vor Ort zu bündeln und damit die Basis der SPD-Nachwuchsorganisation auf eine breite Basis zu stellen, das war das Ziel der Gründung.

Es war „eine nachhaltige Entscheidung“, so Marius Schmidt jetzt bei der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft im Alten Amtsgericht in Zwingenberg. Erst im November war der bisherige Bergsträßer Juso-Vorsitzende zum neuen Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks und damit zum Nachfolger der Bundestagsabgeordneten Christine Lambrecht gewählt worden. Schmidt verwies auf die Schwierigkeiten einer Nachwuchsorganisation, die bedingt durch Ausbildung und Studium zwangsläufig mit personellen Wechseln zu kämpfen habe. „Die Welt verändern beginnt vor Ort“, machte er aber auch die Notwendigkeit des politischen Engagements im eigenen Umfeld deutlich.

Personelle Wechsel zwangsläufig

Betroffen von personellen Änderungen ist auch die Juso-AG, denn ihr bisheriger Vorsitzender Aaron Hellmuth hat nicht nur seinen Vornamen in Tom geändert, sondern verlegt seinen Wohnsitz nach Berlin. Für ihn wählte die Versammlung den 19-jährigen Philip Ullmann zum neuen Vorsitzenden der Juso-AG. Ullmann gehört dem Bensheimer Ortsverein seit 2016 an und war bisher als Beisitzer im Vorstand aktiv. Wie alle weiteren Vorstandsposten wurde Ullmann einstimmig gewählt. Vertreten wird er künftig vom bisherigen Schriftführer Lars Christian Fendel aus Bensheim und der bisherigen Beisitzerin Marjan Hariri aus Heppenheim.

Die Aufgaben des Schriftführers übernimmt künftig Tim Bartelsen aus Heppenheim und als Beisitzer arbeiten Jasmin Lehrach, Leon Werner und Max Middleton – alle aus Bensheim – im Vorstand mit. Max Middleton dürfte dabei das jüngste Mitglied überhaupt sein. Erst zwei Tage vor der Versammlung war er in die SPD eingetreten, nachdem er eine Woche vorher das Mindestalter von 14 Jahren erreicht hatte. Auch bei den Vorstandswahlen machte sich die personelle Stärke des Bensheimer SPD-Ortsvereins bemerkbar. Laut Markus Schmidt war er bei den Neuzugängen im vergangenen Jahr unter den 22 Ortsvereinen im Kreisgebiet der Spitzenreiter. Von insgesamt 73 neuen bekennenden Sozialdemokraten waren 24 in den Bensheimer Ortsverein eingetreten.

Das konnte auch die Vorsitzende der Bensheimer SPD, Christiane Lux, bestätigen. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass die Juso-AG auch eineinhalb Jahre nach ihrer Gründung weiter aktiv ist.

Neben dem erst vor wenigen Tagen zum neuen Vorsitzenden der Bergsträßer Jusos gewählten Philipp Ofenloch aus Bürstadt und dem Bensheimer SPD-Fraktionschef Carsten Buschmann, freute sich auch „Gastgeber“ Florian Kern aus Zwingenberg auf die weiterhin gute Zusammenarbeit. Als „Vorvorgänger“ des neuen Vorsitzenden wisse er, dass mit dem Amt zwar viel Arbeit verbunden sei, aber „es macht auch Spaß“, so Kern, Vorsitzender der SPD Zwingenberg.

Berlin nur am Rande ein Thema

In seiner kurzen Bilanz machte der bisherige Vorsitzende keinen Hehl daraus, dass er bei der Gründung etwas skeptisch war. Es sei auch ein stetiger Wechsel gewesen, aber es seien auch immer neue Mitstreiter dazu gekommen. Auch sein früherer Stellvertreter Jonathan Felix Weishuber aus Heppenheim sei inzwischen in Frankfurt, habe aber viel beim Bau des Netzwerkes geholfen.

Der neue Vorsitzende Philip Ullmann richtete den Fokus auf die anstehende Landtagswahl im kommenden Jahr und sagte die Unterstützung der Juso-AG bei den vielfältigen Aufgaben zu.

Zu den aktuellen Gesprächen in Berlin äußerten sich die Junggenossen am Sonntagabend allerdings nicht. Da konnte man nur auf Nachfrage beim UB-Vorsitzenden Marius Schmidt und dem neuen Juso-Kreisvorsitzenden Philipp Ofenloch die Haltung der Nachwuchsorganisation erfahren. Neuwahlen sind demnach die schlechtester aller Lösungen, aber auch für die große Koalition mögen sich die Junggenossen nicht erwärmen. „Vom Wähler eine Klatsche bekommen und dann weiter so machen wie bisher, das geht nicht“, meint Philipp Ofenloch. Neue Wege, etwa durch Tolerierung einer Minderheitsregierung, ist das Credo des sozialdemokratischen Nachwuchses.

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