Zwingenberg

Coronavirus Jugendwart Stefan Diefenbach zieht nach dem Neustart seiner Gruppe eine erste Bilanz

Quietsche-Entchen aus New York für die Jugendfeuerwehr

Archivartikel

Zwingenberg.Seit wenigen Wochen läuft der „Dienstbetrieb“ der Zwingenberger Jugendfeuerwehr nach Corona-bedingter Zwangspause wieder. In einer Pressemitteilung zieht Jugendwart Stefan Diefenbach eine erste Bilanz und schreibt:

„Nach einer längeren Unterbrechung unserer Zusammenkünfte wegen der Coronavirus-Pandemie fiel unser erstes Treffen sehr ernüchternd aus: Vier Mitglieder haben die Jugendfeuerwehr leider verlassen, weil sie nun anderen Interessen nachgehen möchten. Vielleicht eine Folge der langen Zwangspause. Umso mehr müssen wir alles tun, um eine kräftige Jugendfeuerwehr in Zwingenberg zu erhalten und um die Einsatzabteilung der Wehr mit den nötigen ehrenamtlichen Rettern ausstatten zu können.“

Nur noch ein Dutzend Teilnehmer

Zu Beginn des Jahres zählte die Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Zwingenberg noch 19 Mitglieder. Drei Mitglieder konnten im Laufe der letzten Monate auf Grund ihres Alters und bestandener Lehrgänge in die Einsatzabteilung der aktiven Wehr übernommen werden. Abzüglich der vier Austritte sind nun nur noch zwölf Kindern aktiv – „das ist der geringste Mitgliederstand seit zehn Jahren“, bedauert Diefenbach: „Ich hoffe sehr, dass wir bald wieder Zuwachs in unsere Abteilung bekommen, um den Verlust der letzten Monate etwas ausgleichen zu können.“

Große Hoffnungen setzt der Jugendwart auf die Kinderfeuerwehr „Florianszwerge“ unter der Leitung von Helmut und Lea Trautmann, die sich um die Mädchen und Jungen im Grundschulalter kümmern. Werden diese Kinder zehn Jahre alt, dann wechseln sie in die Jugendwehr, die die Teenager bis zur Volljährigkeit betreut, um sie dann an die „Erwachsenen-Feuerwehr“ abzugeben.

Wie Diefenbach erläutert, „halten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr sich ganz vorbildlich und mit großer Disziplin an unser Hygienekonzept“. Durch den Schulalltag seien die Kinder geübt, achteten auf Hygiene und den richtigen Abstand zueinander. Das erleichtere den Ausbildern die Arbeit sehr. „So konnten wir in den vergangenen Wochen unsere Ausbildung auf dem Feuerwehrhof fast normal gestalten und die Kinder wieder mit der Feuerwehrtechnik begeistern.“

Als kleines Willkommensgeschenk nach der langen Corona-Pause gab es eine kleine Besonderheit, nämlich Quietsche-Entchen aus Amerika. Jedes Kind bekam neben ein paar süßen Leckereien auch ein kleines gelbes Gummi-Entchen in Feuerwehruniform. Diese Plastiktiere haben eine lange Reise über den großen Teich hinter sich, denn sie wurden der Jugendwehr von der Berufsfeuerwehr aus New York-City geschickt.

Der Kontakt entstand 2017 während einer Urlaubsreise von Stefan Diefenbach in die USA und einem Besuch der New Yorker Fire Academy. Die amerikanischen Kollegen waren vom Konzept der deutschen Jugendfeuerwehr so begeistert, dass sie Diefenbach eine Kiste der kleinen, gelben Gummi-Enten versprachen. In den USA gibt es in den Feuerwehren keine Jugendabteilungen, zumindest nicht so aufgestellt und organisiert, wie in Deutschland. Diefenbach: „Fast drei Jahre später, ich hatte es schon völlig vergessen, kam Anfang des Jahres ein großes Paket aus den USA. Für die Kinder war es eine tolle Überraschung – sie haben sich sehr darüber gefreut.“

Spiel, Spaß und Spannung

Das nächste Treffen der Jugendfeuerwehr Zwingenberg ist auf den 19. Oktober, Montag, terminiert. Der Startschuss fällt um 18 Uhr am Feuerwehrgerätehaus (Gießer Weg 12). „Den Kindern werden tolle Ausbildungsabende mit spannenden Themen und interessanten Experimenten geboten“, verspricht Jugendwart Stefan Diefenbach und lädt Interessierte ein: „Teilnehmen können Mädchen und Jungs ab zehn Jahren, die viel Spaß und Freude in einer tollen Gemeinschaft sowie die Welt der roten Autos mit Technik und Abenteuer erleben wollen.“

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