Zwingenberg

Radverkehrsschau ADFC bereitet Tour zu kritischen Stellen vor – und radelt sie gemeinsam mit Vertretern von Stadt, Kreis und Polizei ab

Radtour zu unnötigen Schildern und gefährlichen Querungen

Zwingenberg.Bereits seit längerer Zeit veranstaltet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), Kreisverband Bergstraße, in verschiedenen Kommunen Radverkehrsschauen. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Ordnungsbehörden wird dabei ermittelt, wo Schwachstellen beziehungsweise Verbesserungsmöglichkeiten bestehen. Und das nicht nur aus Radler-Sicht, sondern auch mit Blick auf das allgemeine Verkehrsgeschehen.

Unlängst hatte nun Florian Diry vom Ordnungsamt der Zwingenberger Stadtverwaltung im Namen von Bürgermeister Holger Habich und gemeinsam mit dem ADFC zur Radverkehrsschau eingeladen, schreibt Matthias Gehrmann, Vorsitzender ADFC Bergstraße, in einer Pressemitteilung, in der es weiter heißt:

Der vom ADFC vorbereitete Vorschlag für die Fahrroute beziehungsweise zu den kritischen Stellen wurde von der Stadtverwaltung als Arbeitsgrundlage komplett übernommen.

Lösungen in Aussicht gestellt

Gemeinsam fuhren Vertreter von Hessen Mobil (Stefan Rettig), dem Kreis Bergstraße (Max Pfeifer), der ehrenamtliche Fahrradbeauftragte des Landkreises Bergstraße Wim Roukens, der Polizei (Jörn Metzler), der Stadtverwaltung Zwingenberg (Florian Diry) und der ADFC (Matthias Gehrmann) die Strecke ab.

Vorbereitet worden war die Tour vom Zwingenberger ADFC-Mitglied Joachim Hönes, der auch in der Interessengemeinschaft der Zwingenberger Radfahrer mitarbeitet, zum Zeitpunkt der Radverkehrsschau aber in Urlaub weilte.

Den Schwerpunkt der Mängel aus Radler-Sicht bildeten teilweise unnötige oder zumindest ungünstig platzierte Umlaufsperren im Stadtgebiet, die für Familien mit Kindern, für Behinderte, aber auch für schnelle Rad-Pendler gefährliche Hindernisse darstellen. Da sich bei jeder dieser Umlaufsperren die Frage stellt, wer für sie zuständig ist, muss nun in manchen Fällen auch mit der Stadt Bensheim über Lösungen gesprochen werden. Wo Zwingenberg jedoch in Eigenregie Abhilfe leisten kann, versprach Florian Diry, entsprechende Lösungen zu realisieren. An der Überquerung der Auf- und Abfahrt von der Autobahn wurde die Stadt zur Zufriedenheit der Radfahrer schon aktiv.

In anderen Fällen ging es um die Wegebeschaffenheit, unnötige Schilder, fehlende oder irreführende Hinweis oder gefährliche Überquerungen der Bundesstraße 3. Florian Diry vom Ordnungsamt der Stadt Zwingenberg versprach, die Mängel und die Vorschläge zur Verbesserung in einem Protokoll zusammenfassen und dem Magistrat zur weiteren Beratung vorzulegen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club wiederum dankte für die gute Zusammenarbeit bei der Radverkehrsschau, nachdem aus seiner Sicht die Interessen der Radler bei der Bürgerbeteiligung im Vorfeld der B3-Sanierung nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. Den Autofahrer seien zu viele Parkplätze und das zu Lasten des Radfahrerschutzes zugestanden worden. red

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