Zwingenberg

Personalie Countrymusiker Lutz Adam steuert im Team von Coach Michael Patrick Kelly auf das „The Voice Senior“-Finale zu

Rodauer überzeugt drei Juroren

Zwingenberg.Lutz Adam hat’s geschafft: Um 22.05 Uhr steht am Sonntag fest, dass der Countrymusiker aus Rodau die erste Hürde bei der TV-Casting-Show „The Voice Senior“ genommen hat. Für den 67-Jährigen haben sich bei den sogenannten „Blind Auditions“ – die Bewerber singen 90 Sekunden lang, ohne dass die Jury die Interpreten sieht – drei von vier Juroren umgedreht: Yvonne Catterfeld, Sasha und Michael Patrick Kelly hat gefallen, was sie da eben gehört haben.

Ausgerechnet das Juroren-Duo von „The BossHoss“ (Alec Völkel und Sasha Vollmer), die sich selbst dem Countrymusik-Stil verschrieben haben, entscheiden sich jedoch nicht für den Countrymusiker Lutz Adam. Der bleibt allerdings selbstbewusst und cool: „Da habt ihr eine Chance verpasst!“ Spricht’s und entscheidet sich für Juror Michael Patrick Kelly als Coach.

Präsentiert – und zwar auf seine ganz eigene Art – hat Lutz Adam einen Titel des bekannten US-Countrysängers George Strait: „Amarillo By Morning“. Er hätte auch eigene Kompositionen singen können, denn Adam ist mit Leib und Seele Countrymusiker, der seit 1982 nicht nur die großen Vorbilder interpretiert, sondern auch selbst komponiert. 1995 hat er in Nashville, der Hauptstadt der Countrymusik, sein erstes Album aufgenommen. In seiner Hochphase hat Adam 180 bis 220 Auftritte pro Jahr, heute sind’s noch zehn, erzählt er im Einspielfilm kurz vor seinem Auftritt. Lutz Adam gewährt den Sat.1-Fernsehzuschauern einen Einblick in sein Leben und gesteht dabei freimütig ein, dass abei auch Armut eine Rolle spielt: Adam, der seine Frau Angelika vor 40 Jahren in einem Countryclub kennengelernt hat, trägt nachts in seiner alten Heimat Wiesbaden Zeitungen aus, weil die Rente nicht reicht. In seiner Wahlheimat Rodau sieht man ihn im eigenen Tonstudio, aber auch bei der Gartenarbeit und beim Versorgen von zwei Gänsen, zwei Hunden und zwei Katzen.

Im Interview mit dieser Zeitung hatte Adam am Samstag erklärt, dass er sich bereits bei der ersten Staffel von „The Voice Senior“ beworben hat, aber nicht zum Zuge kam – im zweiten Anlauf hat es nun funktioniert, legte der 67-Jährige einen Durchmarsch hin:

Dass ihm drei von vier der prominenten Juroren – allesamt erfolgreich im Musikgeschäft – ihre Gunst erwiesen haben, das kommt einem Adelstitel gleich. Und „The BossHoss“ räumen anschließend ein, dass sie sich auch besser umgedreht hätten: „We need more Cowboys“, zollen sie Adam ihren Respekt: „Wir brauchen mehr Cowboys!“

Für den Wahl-Rodauer geht’s nun im Team von Michael Patrick Kelly weiter. Am nächsten Sonntag, 20.15 Uhr, Sat.1, stehen aber erst noch die nächsten „Blind Auditions“ mit weiteren Bewerbern an. Gekürt werden soll Deutschlands beste Stimme über 60 Jahren dann im große Finale, das als Live-Sendung dann am 15. Dezember folgt.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel