Zwingenberg

B 3-Baustelle Viel Arbeit für das First-Responder-Team der DRK-Ortsgruppe Zwingenberg

Schnelle Helfer rückten schon 19 Mal aus

Zwingenberg.Seit dem 9. August – dem Tag der Vollsperrung der Bundesstraße 3 wegen der Straßenerneuerung in Zwingenberg – ist die neue First-Responder-Einheit des DRK Zwingenberg aktiv.

In den ersten eineinhalb Monaten hat das First-Responder-Team, eine Art Helfer-vor-Ort-Einheit, bereits 19 Einsätze bei Notfällen in und um Zwingenberg geleistet. Alleine im Monat September rückte die Einheit 14 Mal aus, wie Bereitschaftsleiter Udo Bächer bilanziert.

Der First-Responder ist eine Einheit innerhalb der DRK-Bereitschaft (Einsatzabteilung) Zwingenberg. Er steht für Notfälle innerhalb Zwingenbergs bereit, leistet Erste Hilfe und wird momentan rund um die Uhr von ehrenamtlichen Helfern des DRK Zwingenberg besetzt.

Die Einsätze nachfolgend im Überblick: neun internistische Notfälle, eine Sportverletzung auf dem Fußballplatz, drei bewusstlose Personen, zwei Kindernotfälle, zwei chirurgische Notfälle, ein Verkehrsunfall in Zwingenberg und ein Verkehrsunfall auf der A5 zwischen Zwingenberg und Bensheim.

Bei allen Einsätzen leisteten die Helfer des DRK wichtige Vorarbeit für den Rettungsdienst. Bis auf drei Personen wurden alle Patienten vom Rettungsdienst anschließend in ein Krankenhaus transportiert und dort weiter behandelt.

Ergänzung zum Rettungsdienst

Die Bereitschaftszeiten des First-Responder-Teams belaufen sich bislang auf rund 1270 Stunden (550 Stunden im August und 720 Stunden im September). Der First-Responder-Dienst wird momentan von zehn Helfern unentgeltlich und in der Freizeit geleistet, und zwar neben den sonstigen DRK-Einsätzen und Sanitätsdiensten.

Die Schnelleinsatz-Einheit ist eine Ergänzung zum regulären Rettungsdienst und überbrückt die Zeit vom Notfallereignis bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beziehungsweise des Notarztes, da durch die B 3-Baustelle und die dadurch bedingte Straßensperrung die Helfer aus Zwingenberg meist schneller am Einsatzort eintrifft.

In der Regel wird der Dienst von einem DRK-Helfer geleistet, gelegentlich kann auch ein Duo ausrücken. Der Diensthabende nimmt ein DRK-Einsatzfahrzeug (ausgestattet unter anderem mit Notfallrucksack, einem Defibrillator, Sauerstoff, Funkgeräten, Blaulicht und Martinshorn) mit zu sich nach Hause und kann dadurch ohne großen Zeitverlust den Einsatzort anfahren.

Das Einsatzfahrzeug, das Benzin, die Notfallausrüstung und die Materialien für den First-Responder-Dienst werden von der DRK-Ortsvereinigung Zwingenberg kostenfrei zur Verfügung gestellt. Alarmiert werden die Helfer durch die Rettungsleitstelle Bergstraße per Funkmeldeempfänger.

Das DRK Zwingenberg wird versuchen, den First-Responder-Dienst bis zum Ende der B3-Baustelle (momentan bis April 2021 geplant) zu leisten. Da dieses allerdings einem Zeitraum von fast zwei Jahren entspricht, und der Dienst von den Helfern neben der normalen Berufstätigkeit und in der Freizeit geleistet wird, könnte es auch vorkommen, dass der First-Responder nicht rund um die Uhr aufrechterhalten werden kann, heißt es in der Pressemitteilung des DRK.

Neben den Einsätzen der First-Responder-Einheit hatte die DRK-Bereitschaft im selben Zeitraum außerdem vier Rettungsdiensteinsätze mit dem Rettungswagen. Dabei wurden vier Patienten versorgt und in ein Krankenhaus transportiert. red

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