Zwingenberg

Notwehr Sowohl beim Weinfest am bevorstehenden Pfingstwochenende als auch beim Stadtparkustik-Festival ist kein Entleihen von Rädchen und Rollern möglich

Spielzeughütte bleibt wegen Vandalismus geschlossen

Zwingenberg.Die Hütte auf dem Spielplatz im südlichen Teil des Stadtparks, in der allerlei Spielgeräte wie Roller, Rädchen oder Bobby-Cars für jedermann zur freien Verfügung aufbewahrt werden, bleibt sowohl am kommenden Weinfestwochenende als auch beim Stadtparkustik-Festival (13. bis 17. Juni) geschlossen. Das teilen die ehrenamtlich tätigen Betreuer der Hütte, das Zwingenberger Ehepaar Michaela und Joachim Jander, mit. Die vorübergehende Schließung der Hütte erfolgt nicht ohne Grund:

Bereits wenige Wochen nach Beginn der Spielplatzsaison 2018 musste bei der regelmäßigen Kontrolle des Hütteninnenlebens festgestellt werden, dass mit den Spielgeräten, die kostenfrei entliehen werden können, wenig sorgsam umgegangen wird. Und das zum wiederholten Mal. Mit Blick auf die traditionell große Resonanz auf die beiden genannten Veranstaltungen befürchten die Betreuer der Spielzeughütte nun, „dass auch noch der Rest der funktionierenden Geräte kaputtgemacht wird oder sogar abhandenkommt“.

Die Hütte auf dem Spielplatzgelände befand sich ursprünglich im Eigentum des Zwingenberger Vereins Pro Kind. Als dessen mittlerweile an der Annastraße befindliche Kleinkindbetreuung sich noch in einem denkmalgeschützten Fachwerkgebäude an der Untergasse – ohne Außengelände – befunden hatte, nutzten die „Zwerge“ den Stadtparkspielplatz als Tummelplatz und die eigens dazu errichtete Hütte als Magazin für ihre Gerätschaften.

Nach dem Wegzug der „Zwingenberger Zwerge“ aus der Altstadt entstand die Idee, in der Hütte gespendete Spielgeräte zu stationieren, die dort quasi rund um die Uhr entliehen werden können. Schnell mussten die ehrenamtlichen Betreuer Michaela und Joachim Jander allerdings ärgerliche Erfahrungen machen:

Nicht aufgeräumt und defekt

Spielgeräte wurden nach dem Benutzen nicht wieder in die Hütte geräumt und mussten – im gesamten Stadtpark verteilt – eingesammelt werden. Und nicht weniger ärgerlich: Häufig waren die Spielzeuge dann auch noch defekt. Appelle an die Vernunft der Entleiher oder gar die Drohung, dass die Hütte auf Dauer dichtgemacht wird, tragen nur selten Früchte beziehungsweise sind nur von kurzer Dauer. Vor wenigen Tagen musste Michaela Jander dann beim obligatorischen Hütten-Check wieder feststellen, dass viele Fahrzeuge kaputt sind: „An einem Roller fehlt der Lenker, an einem anderen Roller und einem Dreirad befinden sich keine Räder mehr, ein weiteres Dreirad hat keinen Sitz mehr. Da fehlen mir echt die Worte. Und ich bin mir sicher: Das waren sicherlich keine kleinen Kinder.“

Mittlerweile hat sich auch die Zwingenberger Stadtverwaltung eingeschaltet und an der Hütte einen schriftlichen Appell an die Benutzer angebracht: „Ehrenamtlich betreut eine Zwingenberger Familie diese Hütte und das darin bereitgestellte Spielzeug mit großer Hingabe. Leider lassen viele Nutzer es am nötigen Respekt für diese Leistung mangeln. Manches Spielzeug wird mutwillig kaputtgemacht und muss aufwendig repariert werden. Ordentlich einsortierte Sachen werden nach Benutzung achtlos in die Hütte geworfen. Wir finden das schade und wünschen uns im Sinne der Kinder mehr Achtsamkeit von allen Nutzern.“ mik

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