Zwingenberg

Hauptversammlung Wolf-Dietrich Riebel, Ehrenpräsident des Turn- und Sportvereins, wurde für 65-jährige Treue ausgezeichnet

TuS steigert Mitgliederzahl um 50 auf 1100 Personen

Archivartikel

Zwingenberg.Bei der Jahreshauptversammlung des Zwingenberger Turn- und Sportvereins (TuS) konnte dessen Vorsitzende Anette Klüber-Meyer über 50 Teilnehmer in der vereinseigenen Jakob-Delp-Halle willkommen heißen. Gleich zu Beginn ihres Vortrags verkündete sie eine frohe Botschaft: 1100 Personen sind mittlerweile in dem 1884 gegründete Verein Mitglied. Damit ist die ohnehin schon starke Mitgliederzahl binnen Jahresfrist um weitere 50 Personen gestiegen. Die mit Abstand größte Gruppe des Vereins ist die Turnabteilung, die auch den Löwenanteil dieses Zuwachses verzeichnen konnte, so Klüber-Meyer in ihrem Bericht. Die Karate-Abteilung verliere hingegen seit Jahren leicht an Mitgliedern. Außerdem werde ein Frauenanteil von 50 Prozent bei den Mitgliedern des TuS deutlich übertroffen, wie die Vorsitzende des Vereins in ihrem Bericht betonte.

Darin eröffnete sie den anwesenden Vereinsmitgliedern auch einen Blick in die Arbeit des Vereinsvorstands: Im abgeschlossenen Vereinsjahr nahm man eine Geräte-Inventur vor, um beispielsweise für einen Schadensfall in der Jakob-Delp-Halle gerüstet zu sein. Für den Versicherungsschutz ist das Führen genauer Bestandslisten nötig.

Solide finanziert

Auch die gute finanzielle Lage des Vereins stimmte die Vereinsmitglieder positiv: Ein Kredit, der zur Finanzierung der Hallensanierung aufgenommen werden musste, konnte zwischenzeitlich vollständig an die Bank zurückgezahlt werden, berichtete Schatzmeister Reiner Grimm.

Die Jahreshauptversammlung des Turn- und Sportvereins (TuS) Zwingenberg bildete auch den Rahmen für die Würdigung von Mitgliedern. Wolf-Dietrich Riebel, ein Urgestein des Vereins und dessen langjähriger Vorsitzender, wurde für 65 Jahre Vereinsmitgliedschaft gewürdigt – auch wenn eine solche Ehrung offiziell gar nicht vorgesehen ist, wie Anette Klüber-Meyer bemerkte. Bei 65-jähriger Mitgliedschaft beim TuS gibt es nämlich laut Satzung eigentlich keine Ehrung. Dennoch fühlte man sich verpflichtet, eine Ausnahme zu machen und dem Ehrenmitglied ausdrücklich zu danken – und das geschah dann auch, unter anderem mit stehenden Ovationen. Denn Wolf-Dietrich Riebel war 20 Jahre lang Vereinspräsident und lange Zeit eines der Gesichter des Vereins. Der Träger der Goldenen Ehrennadel wurde darüber hinaus auch mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Wie die Vorsitzende die Mitglieder erinnerte, war Riebel sowohl zur Zeit der Gründung der Karateabteilung als auch in der Gründungsphase von Rad-, Tennis- und Skiabteilung des TuS Vereinsvorsitzender. Außerdem war er maßgeblich verantwortlich für die Feier des 100-jährigen Vereinsjubiläums. Riebel, auch Mitgründer des Geschichtsvereins und dessen langjähriger Vorsitzender, hat auch die umfassende Vereinschronik mit tollen Bildern und Anekdoten, die bis in die Zeit des Turnvater Jahn zurückreichen, erstellt, wie Klüber-Meyer schwärmte. Für diese Verdienste um den Verein und die jahrelange Treue zum TuS wurde Riebel nun also ein weiteres Mal ausgezeichnet. Er bedankte sich herzlich für die netten Worte und das ihm überreichte Präsent.

Clemens Keinz erhielt als Dankeschön für zehn Jahre als Abteilungsleiter Karate eine besondere Würdigung „aus Hopfen und Malz“. Außerdem wurde zum Ende der Jahreshauptversammlung auch noch die Vereinsvorsitzende Anette Klüber-Meyer selbst geehrt. Nach 25 Jahren Vereinsmitgliedschaft und über 20 Jahren Tätigkeit als Übungsleiterin und Vorstandsmitglied gab es für sie zum Abschluss der Sitzung einen Blumenstrauß und viel Applaus.

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