Zwingenberg

aufnahme

Walter Rechel

Archivartikel

hat durch seine Sportart Karate viel fürs Leben gelernt

Morgens um fünf klingelt bei Walter Rechel der Wecker. Bevor er sich auf den Weg in seinem Job als Key Account Manager macht, geht er in den Keller, um ein wenig zu üben. Einen hauseigenen Trainingsraum hat er in all seinen bisherigen drei Wohnhäusern eingerichtet, erzählt er. Inzwischen lebt der gebürtigen Zwingenberger in Bad Orb und ist in seinem Heim jeden Morgen 30 bis 45 Minuten zu Gange.

Karate ist ein wesentlicher Bestandteil seines Lebens. Als Jugendlicher („Ich war ein bisschen schwächlich, nicht so stabil“) kam er beeinflusst aus verschiedenen Richtungen (Vater, Freunde, Literatur) zu dieser Kampfkunst. Der Träger des 6. Dan und Gründungsmitglied der Karateabteilung des TuS Zwingenberg erreichte als Vollkontakt-Kämpfer für die TSG Darmstadt Platzierungen bei Europameisterschaften und startete im Europacup.

Seit vielen Jahren ist er beim TuS und für den Hessischen Fachverband für Karate als Ausbilder und Prüfer unterwegs. Und kann mit 65 Jahren noch alle Übungen selbst vormachen. Ein wenig Schmerzen in den Knien, ansonsten ist Walter Rechel körperlich topfit, sagt er und berichtet von einem Sturz in diesem Winter auf spiegelglatter Fläche. Dass das Ganze glimpflich ausging, führt er auf seine Karate-bedingte sehr gute körperliche Konstitution zurück. Also kein Gedanken ans Aufhören nach rund 50 Jahren Karate? Überhaupt nicht. Die Disziplin kann man in reduzierte Form bis ins hohe Alter betreiben, antwortet er. Karate ist für ihn mehr als nur eine Sportart. Karate hat seine Sicht und seine Einstellung auf das Leben geprägt. Man lernt Disziplin, man lernt Dinge auf eine bestimmte Art zu hinterfragen und lernt Dinge zu akzeptieren, erklärt Walter Rechel.“ eh/Bild: Funck

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