Zwingenberg

Jubiläum Stadt gratuliert der BRAIN AG zum 25. Firmenjubiläum / Linolschnitt von Erich Stahl als Geschenk

Weltweit aktiv, in Zwingenberg zu Hause

Zwingenberg.„Die Stadt ist ein Teil unserer Identität. Und umgekehrt“, definiert Vorstandsvorsitzender Jürgen Eck die Beziehung zwischen Zwingenberg und der Brain AG. Vor 25 Jahren wurde das Biotechnologie-Unternehmen in Darmstadt gegründet. Seit 1996 forscht Brain in den ehemaligen Fissan-Werken an der Darmstädter Straße in Zwingenberg.

Eck erinnert sich an einen – höflich gesagt – „differenzierten“ Empfang. Doch die anfänglichen Widerstände gegen die Ansiedlung der Forscher, die ebenfalls zur lokalen Biografie der Brain gehören, sind längst überwunden. In diesem Jahr feiert das Unternehmen sein 25. Firmenjubiläum.

Nach der Geburtstagsparty im Bensheimer Musiktheater Rex Anfang September (wir haben berichtet) gratulierte die Stadt Zwingenberg jetzt noch einmal im kleinen Kreis. Stadtverordnetenvorsteherin Birgit Heitland, Stadträtin Sigrid Marquardt-Wendel und Bürgermeister Holger Habich unterstrichen die besondere Verbundenheit zu einem ihrer prominentesten Wirtschafts-Akteure: „Die Brain AG hat die Stadt positiv mitgeprägt“, so Habich beim Treffen mit Eck und Geschäftsleitungsmitglied Martin Langer.

Das „Biotechnology Research And Information Network“ habe mit der Revitalisierung des Bauhaus-Komplexes nicht nur optisch ein Zeichen gesetzt und ein wichtiges Industriedenkmal saniert. Die Stadt Zwingenberg sei auch in der alltäglichen Unternehmenskultur des Hauses integriert, so Habich weiter. Die meisten der 120 Mitarbeiter gehen in der Nachbarschaft essen, nutzen kommunale Angebote der unterschiedlichsten Art.

2008 war die Brain Mitbegründer der Kulturstiftung Zwingenberg, die heute als Kulturstiftung für die Bergstraße reüssiert. Etliche Kunstausstellungen und Kooperationen mit regionalen Partnern spiegeln die Verortung des börsennotierten Unternehmens in Zwingenberg und an der Bergstraße.

„Hier ist unsere Keimzelle“

Wiederholt fand in diesem Jahr die ordentliche Hauptversammlung in der Melibokushalle statt. Für Jürgen Eck stand der Austragungsort auch diesmal nicht zur Diskussion: „Hier ist unsere Keimzelle.“ Gerade weil die Brain AG durch Tochterunternehmen und Akquisen auf globalen Märkten agiere, sei ein lokaler Bezug von besonderer Bedeutung. Das Miteinander in der Stadt funktioniere seit Jahren hervorragend. Die Vertreter der Kommunalpolitik lobten den hohen wirtschaftlichen und kulturellen Stellenwert der Brain im städtischen Umfeld. Der Unternehmensstandort Zwingenberg sei ein Segen für die Kommune.

Die Brain AG gilt als Treiber der industriellen („weißen“) Biotechnologie in Deutschland. Das Unternehmen ging als Ausgründung an der damaligen TH Darmstadt an den Start – damals als Pionier der Gründerszene. Bis heute gilt das Unternehmen als erfolgreicher Solitär in der nationalen Biotech-Gründerszene und als Vorreiter der industriellen Bioökonomie, in der biologische Ressourcen wie Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen für industrielle Anwendungen und Prozesse genutzt werden.

Der enge Bezug zur Natur und zur Kunst kam auch in dem Geschenk zum Ausdruck, dass die Stadt Zwingenberg der Brain AG überreicht hat: Der Linolschnitt des Kupferstechers Erich Stahl trägt den Titel „Innovativ“. Der Künstler war im Februar verstorben und hatte sich immer wieder mit der Kollision von natürlicher Schöpfung und technischer Welt auseinandergesetzt. Stahls Witwe Margret begleitete die Delegation.

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